Afrikanische Schweinepest: Krisenbewältigung geht nur miteinander – Parlamentarischer Staatssekretär macht sich ein Bild von den Schutzmaßnahmen in Brandenburg

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Uwe Feiler, hat sich ein Bild von den Maßnahmen gemacht, die das Land Brandenburg ergriffen hat, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu bekämpfen.

Uwe Feiler besichtigte an den Deichanlagen in Lebus an der Grenze zu Polen gemeinsam mit der für die Tierseuchenbekämpfung in Brandenburg zuständigen Staatssekretärin im brandenburgischen Verbraucherschutzministerium, Anna Heyer Stuffer, und dem Staatssekretär im brandenburgischen Innenministerium, Uwe Schüler, sowie Vertretern der örtlichen Politik, Verwaltung und Landwirtschaft die Schutzmaßnahmen gegen die ASP.

Uwe Feiler: „Unser Ziel ist, dass die Ausbrüche auf das jetzige Gebiet beschränkt bleiben und diese Tierseuche schnellstmöglich getilgt wird. Denn die Schweinehalter stehen vor großen Herausforderungen. Deshalb war dieser Austausch mit den Betroffenen und Vertretern der örtlichen Politik und Verwaltung gut und wichtig. Nur gemeinsam können wir die Tierseuche bekämpfen. Wir unterstützen deshalb die betroffenen Bundesländer und stehen mit ihnen im ständigen Austausch, um sicher zu stellen, dass auftretende Probleme klar adressiert werden. Vor Ort muss die Tierseuche von den zuständigen Behörden bekämpft werden. Es geht darum, zu verhindern, dass sich die ASP weiter in Richtung Westen ausbreitet.“

Der Seuchendruck aus Polen sei weiterhin hoch, so Uwe Feiler. Deshalb wird derzeit geprüft, ob auf deutscher Seite ein sogenannter „weißer Bereich“ als Sicherheitszone eingerichtet werden könne. Dabei würde ein weniger Kilometer breiter Streifen, der auf beiden Seiten durch Wildschweinbarrieren begrenzt wird, eingerichtet werden. Hier werden die Wildschweine über Bejagung entnommen, so dass das Risiko einer Weiterverbreitung des ASP-Virus über Wildschweine Richtung Westen in bisher ASP-freie Gebiete verringert wird. Hierzu müssen noch offene fachliche und rechtliche Fragen geklärt und auch die Europäische Kommission eingebunden werden.

Hintergrund:

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft und für diese tödlich ist. Für den Menschen stellt diese Tierseuche keine Gefahr dar.

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von ASP.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pressestelle des BMEL

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