Betrieb der Jagdschulen und Abwicklung der Schießausbildung – Antwort des SMS

Sehr geehrte Waidgenossen!

Auf unsere Anfrage beim Sozialministerium haben wir zum Betrieb der Jagdschulen und der Abwicklung der Schießausbildung, folgende Antwort erhalten:

Grundsätzlich sind Sportanlagen und damit Schießstände nach § 4 Abs. 1 Nr. 6 SächsCoronaSchVO grundsätzlich geschlossen.  Außensportanlagen können aber bei einer Inzidenz < 100 öffnen. Dann wäre das Schießtraining und das Abhalten von Prüfungen im Rahmen der Kontaktbeschränkungen zulässig.  Entscheidend ist damit, dass der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner im Freistaat Sachsen und im jeweiligen Landkreis oder in der kreisfreien Stadt an fünf Tagen in Folge unterschritten wird (§§ 4, 8 SächsCoronaSchVO vom 5. März 2021). Die obere Jagdbehörde hat auf Anfrage bei den Schießständen auf die Zuständigkeit des SMS verwiesen.

In Bezug auf die Jagdausbildung erhielten wir den Hinweis, dass die Jagdschulen in den Jägerschaften gemeinsam mit dem SMEKUL und der oberen Jagdbehörde Überlegungen anstellen sollen, in welcher Weise die Durchführung der Jägerausbildung und die Durchführung der Jagdprüfungen möglich ist, bzw. abgewickelt werden könnten. Hierbei sollten alle Aspekte zur Organisation und Überlegungen zu digitalen Formaten, zu terminlichen Verlegungen oder auch regionaler Zusammenarbeit eingebracht werden. Ein wesentlicher Teil des bisherigen Präsenzunterrichts wird vermutlich auch online durchführbar sein. Die praktische Ausbildung an der frischen Luft wird unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen stattfinden können, Mindestabstand und Mund-Nasen-Bedeckung gehört natürlich genauso dazu.

Die Jagdschulen sind aufgefordert, entsprechend tragfähige Konzepte auszuarbeiten. Dies betrifft die Jagdschulen in den Jägerschaften wie auch die privatwirtschaftlichen Jagdschulen im Land.

Es bleibt also festzuhalten, dass die Betreiber der sächsischen Jagdschulen mit ihren Konzepten auf die obere Jagdbehörde zugehen und Druck machen müssen. Dies kann der Landesjagdverband für die Gesamtheit der Jagdschulen mit den unterschiedlichen Betreibern und Schulungskonzepten nicht leisten.

Weiterhin weisen wir in diesem Zusammenhang darauf hin,  dass die Jagd auch ab einer Inzidenz von größer 100 nach der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung im Rahmen der anerkannten Systemrelevanz möglich ist.

Wir würden uns freuen, wenn die Jagdschulen uns in ihre Korrespondenz mit den Aufsichtsbehörden einbinden könnten.

Mit freundlichen Grüßen und einem Weidmannsheil
Wilhelm Bernstein
Vizepräsident
Landesjagdverband Sachsen e. V.

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