SMS – Afrikanische Schweinepest: Jagdruhe in der Restriktionszone so kurz wie möglich halten

Ministerin Köpping: »Wir brauchen die Jägerschaft zur Bekämpfung
der Tierseuche und danken für die Hilfe«


Die zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) notwendigen
Maßnahmen laufen mit Hochdruck. Der Bau eines festen Zauns um das
gefährdete Gebiet sowie die Suche nach verendetem und möglicherweise
infiziertem Schwarzwild sind im Gange. Diese beiden Maßnahmen müssen
zunächst abgeschlossen werden. Sozialministerin Petra Köpping erklärt:
»Die Jägerschaft im Landkreis Görlitz ist gerade jetzt in einer Zeit, in der
typischerweise viel gejagt wird, besonders vom Jagdverbot getroffen. Ich
danke den Jägern sehr für das Verständnis, mit der Einhaltung der Jagdruhe
einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der ASP zu leisten. Die Jagdruhe ist
eine grundlegende Maßnahme, um möglicherweise infiziertes Schwarzwild
nicht zu vertreiben. Wenn die Ergebnisse der Fallwildsuche vorliegen und
das gefährdete Gebiet gezäunt ist, wird entschieden, ob und in welcher
Weise das Jagdverbot in den beiden Restriktionszonen gelockert werden
kann.« Die Ministerin ergänzt: »Wir werden die Jagdruhe nur so lange
anordnen, wie dies aus Tierseuchensicht unbedingt erforderlich ist.«
Nachdem der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest am 31. Oktober
2020 festgestellt wurde, war es zunächst wichtig, dass die Gebietskulisse
mit den Restriktionszonen festgelegt wurde. Dazu gehören das sogenannte
»gefährdete Gebiet«, also jenes Gebiet, das als ASP-infiziert bestimmt wurde
sowie die um dieses Gebiet gezogene Pufferzone, in der ein erhöhtes
Infektionsrisiko gegeben ist. Die in diesen Gebieten geltenden Ge- und
Verbote wurden auf das absolut Notwendige beschränkt.
Die Einhaltung der Jagdruhe ist zur Vermeidung der Tierseuchenausbreitung
von zentraler Bedeutung. Die Jagd erzeugt einen hohen Jagddruck und
würde das Schwarzwild in den Restriktionszonen beunruhigen. Gerade
bei standorttreuem Wildschweinen kann dies zu einer unbeabsichtigten
Versprengung der Population und damit einhergehend zu einer
Seuchenverschleppung führen. Das gilt es zwingend zu vermeiden.
Die die Jagdruhe begleitenden Suche nach verendeten Wildschweinen
steht dazu nicht im Widerspruch, da die Art und Weise ihrer
Durchführung die Wildschweinpopulation deutlich weniger unter
Druck setzt. Die Fallwildsuche ist essentieller Bestandteil der
Tierseuchenbekämpfungsstrategie. Die Fallwildsuche zu Beginn eines
Ausbruchs zielt darauf, sich einen ersten Überblick zu verschaffen, ob und
inwieweit sich das Virus in den Restriktionszonen verbreitet hat. Werden mit
ASP infizierte Wildschweine gefunden, zeigt dies an, in welchem Umfang das
Virus bereits aktiv geworden ist.


Links:
Alle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest hier.

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