Kurzer Bericht aus der ASP Jour fix Videokonferenz vom 10.11.2020

Sehr geehrte Freunde der Jagd,

die heutige, 2. Sitzung des ASP-Jour fixes, am 10.11.2020, fand als Videokonferenz statt und das SMS informierte über den aktuellen Stand der Maßnahmen sowie den Stand der ASP in Sachsen.

Folgende Kurz-Informationen sind festzuhalten:

  • Das ASP Jour fix findet wöchentlich Dienstags, unter der Leitung des SMS,  um 14:30 Uhr statt. Um Wegezeiten zu sparen wird bis auf weiteres das Instrument der Videokonferenz genutzt.

Wer aus der Jägerschaft Fragen hat kann die gern über mich an den Stab oder das Jour fix einbringen.

  • Nach wie vor gibt es nur ein positiv getestetes Schwein. Der am Wochenende gemeldete Fall ist eine Falschmeldung!!!
  • Das erlegte Stück Schwarzwild wurde zwischen Elektrozaun und Neiße erlegt und bei der virologischen Untersuchung positiv getestet. Ein zweites Stück aus der Rotte, das zur gleichen Zeit geschossen wurde, war negativ!
  • In der Kernzone, wie auch in der Pufferzone sind nur wenige Schweinezuchtbetriebe mit äußerst geringen Beständen vorhanden.
  • Neu ist, dass auf der polnischen Seite, in Grenznähe bereits vor ca. 14 Tagen eine ASP-Sau gefunden wurde. Die Meldung ging erst jetzt im Sozialministerium ein.
  • Die Allgemeinverfügung der Staatskanzlei ist auf unserer Internetseite verlinkt und auch auf unserer Facebookseite dargestellt.
  • Die gefährdetes Gebiet und Pufferzone wurden vom Ministerium so festgelegt, dass neben der Wirksamkeit auch eine Fördermöglichkeit des Zaunbaus gegeben ist.
  • Kern und Pufferzone werden mittels eines festen Zauns getrennt. Bundeswehr, Talsperrenverwaltung, THW und Sachsenforst sind in den Zaunbau einbezogen.
  • Neben dem vorhandenen Material werden 225 km Zaun bis Anfang Dezember geliefert und eingebaut.
  • Es wird jetzt aktuell mit der Fallwildsuche begonnen. Die Bundeswehr stellt bis zu 100 Kräfte. Weiterhin werden Staffeln vom Sachsenforst und aus Mitarbeitern des Kreises und der Jägerschaft eingesetzt. Zur Zeit wird davon ausgegangen, dass 10 Personen 25ha pro Tag schaffen und die Suche in der 46. KW. abgeschlossen werden kann.
  • Nach positiven Abschluss der Fallwildsuche und dem Zaunbau zwischen gefährdetem Gebiet und Pufferzone, soll die Jagd in der Pufferzone wieder genehmigt werden.

Weiterhin habe ich bereits am letzten Wochenende, folgende Fragen an das SMS weitergeleitet:

  • Wer trägt die Kosten von Wildschäden, die im Zusammenhang und in der Zeit des Jagdverbots entstehen? Der Jäger ist objektiv daran gehindert auf Wildschäden Einfluss nehmen zu können!
  • Darf zur Kadaversuche eine Waffe mitgenommen und ein im Wundbett aufgemüdetes und annehmendes Schwein geschossen werden? Jagd oder Notstand? Wenn Letzteres, darf man da die Waffe überhaupt dabei haben?   
  • In welcher Eigenschaft ist der Jäger bei der Kadaversuche überhaupt unterwegs? Ergibt sich durch die behördliche Anordnung eine hoheitliche Tätigkeit, die dann auch entsprechend über die anordnende Behörde versicherungsmäßig abgesichert ist?
  • Hinsichtlich des Versicherungsschutzes hatten Sie uns ja schon die Information für Jagdausübungsberechtigten mitgeteilt.

Hier muss noch ergänzend geklärt werden, wie es mit dem Versicherungsschutz der eingesetzten Begehungsscheininhaber und Hundeführer,  bestellt ist, die ja entsprechend bei der Jagd, wie auch im Rahmen von Seuchenprävention und -bekämpfung eingesetzt werden?

Wenn es NEUES gibt, werde ich entsprechend berichten.

Mit freundlichen Grüßen und einem Horrido

Wilhelm Bernstein

Landesjagdverband Sachsen e. V.

Veröffentlicht in Allgemeine Themen, ASP.