DJV Newsletter November

Liebe Jägerinnen und Jäger,

es ist Ende November, die Saison der Bewegungsjagden geht steil auf den Zenit zu. Die Ergebnisse aus unserer Umfrage “Bewegungsjagden in der Corona-Pandemie” liegen vor: Demnach fallen mehr als die Hälfte aller Bewegungsjagden in diesen Tagen aus. Pächterinnen und Pächter rechnen mit Einbrüchen von durchschnittlich 35 Prozent in der Schwarzwild- und 25 Prozent in der Rehwildstrecke. Mehr Informationen finden Sie in der heutigen Pressemitteilung. Wir entnehmen der Umfrage auch einen Arbeitsauftrag: Sie wollen klare Regeln für Hygiene und Beherbergung von Jagdgästen. Und Sie benötigen Unterstützung in der Wildbretvermarktung. Diese Forderungen werden wir mit Nachdruck in die kommenden politischen Gespräche einbringen. Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Umfrage beteiligt haben. (Die Gewinner der faltbaren Wildwanne wurden bereits informiert.)

Zu Beginn dieser Woche haben wir die aktuellen Streckenergebnisse beim Waschbären “verwurstet” und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Wissenschaftler der Universität Leipzig haben sich die Keimbelastung beim Wildbret des Kleinbären genauer angesehen. Fazit: tadellos. Einem Verzehr, so die Forscher, steht nach der verpflichtenden Trichinenschau nichts im Weg. Da in der Presselandschaft Themen zwischen putzig (Waschbär) und skurril (Waschbär auf dem Teller) besonders gut laufen, hatten wir gleich wieder “guten Anlauf”. Nachgelegt haben mit einem neuen Rekord: 20.000 Tonnen Schwarzwild landeten bei den Deutschen im Jagdjahr 2019/20 auf dem Teller. Auf Platz 2 liegt Rehwild mit 9.000 Tonnen, gefolgt von Rotwild (2.600 Tonnen).

Wir haben diese Woche ein Video der Initiative Resource Africa aufgegriffen. In dem auf Deutsch vorliegenden Video fordern die Afrikaner einen Stopp der westlichen Bevormundung in Sachen Jagd. 50 Vertreter wenden sich an europäische Prominente und die Politik. CIC und DJV warnen vor den negativen Folgen, die riskante “alternative Finanzierungsmodelle” für den Artenschutz in Afrika haben können.

Zum Schluss entlassen wir Sie mit einer positiven Nachricht: Der Jäger und Falkner Hans-Jürgen Görze aus Baden-Württemberg hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. Er hat mehr als 2.100 Greifvögel und Eulen gesund gepflegt und in die Freiheit entlassen. Ein herzliches Dankeschön für diese großartige Arbeit – im Sinne des Artenschutzes und der Öffentlichkeitsarbeit.
  Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende, Ihre DJV-Geschäftsstelle



Aktuelles zur ASP
In Deutschland ist die Zahl amtlich bestätigter Fälle von Afrikanischer Schweinepest bis zum 20. November auf 170 Fälle gestiegen. Davon wurden 163 infizierte Wildschweine in Brandenburg und sieben in Sachsen nachgewiesen. Seit dem 17. November wurden vier Wildschweinkadaver im Landkreis Görlitz und zehn Wildschweinkadaver im Landkreis Oder-Spree positiv auf die ASP getestet.

Afrikanische Schweinepest in Brandenburg
Die zahl der positiven Verdachtsfälle stieg in Brandenburg um 14 Wildschweine auf nun insgesamt 163 an. Im Landkreis Märkisch-Oderland wurde die ASP zuletzt am 16. November bei zwei Frischlingen und bei zwölf Wildschweinen verschiedener Altersklassen im Landkreis Oder-Spree bestätigt. Der letzte positive Befund im Landkreis Spree-Neiße war am 31. Oktober und liegt damit bereits 20 Tage zurück.

Afrikanische Schweinepest in Sachsen
In Sachsen erhöht sich die Anzahl der Wildschweine, bei denen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen wurde auf insgesamt sieben. Nachdem bereits Anfang der Woche zwei Fälle amtlich bestätigt wurden, sind auch am 17. und 18. November jeweils zwei Wildschweine positiv auf den ASP-Virus beprobt worden. Bei vier der sechs neuen amtlichen bestätigten Verdachtsfällen, konnte das Alter der Tiere nicht mehr festgestellt werden, da der Verwesungsprozess zu weit vorangeschritten war. Die infizierten Tiere sind bei den Fallwildsuchen gefunden worden. 150 Personen suchten dazu ein 5.500 Hektar großes Gebiet ab. Auch auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ist intensiv nach Fallwild gesucht worden. Nach Angaben des Sozialministeriums, wurden dort 30 Wildschweinkadaver oder Kadaverteile gefunden. Die Auswertung sei für Anfang kommender Woche zu erwarten, so der MDR Sachsen.  



Was sonst noch passiert ist?
Über die Hälfte aller Bewegungsjagden abgesagt
Eine Online-Blitzumfrage ergibt: Etwa 60 Prozent der Bewegungsjagden fallen 2020 wegen der Corona-Pandemie aus. Der DJV fordert Nachbesserungen im Regelwerk der Länder und eine bessere Unterstützung der Wildbretvermarktung.
Zur Meldung
Lasst die Afrikaner entscheiden!
Ein Video der Initiative Resource Africa fordert ein Ende westlicher Bevormundung in Sachen Jagd. 50 Vertreter wenden sich an europäische Prominente und die Politik. CIC und DJV warnen vor negativen Folgen für Lokalbevölkerung und Wildtierschutz.
Zur Meldung

Deutsche essen so viel Wildschwein wie nie
Jagdsaison 2019/20: Fast 34.000 Tonnen Wildbret haben die Deutschen verspeist. Rund 20.000 Tonnen stammen von Schwarzwild, gefolgt von Reh und Hirsch. In einigen Bundesländern liefern Jäger besonders viel Wildbret.
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Tierschutz: Bundesverdienstkreuz für Jäger und Falkner
2.100 Greifvögel und Eulen hat er bis heute gepflegt: Der Falkner und Jäger Hans-Jürgen Görze hat das Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz im Tier- und Artenschutz erhalten. DFO und DJV gratulieren zu der hohen Auszeichnung.
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Ein bärig guter Braten?
Jäger haben in der Saison 2019/20 über 202.000 Waschbären erlegt. So viele wie noch nie. Eine wissenschaftliche Pilotstudie zeigt jetzt: Das Fleisch ist hochwertig und hat Potenzial in der Wildküche. Im Süden der USA werden jährlich mehrere zehntausend Tiere verspeist.
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Waidmannsheil zur „Blackweek“ im DJV-Shop!
Vom 20.-27.11.2020 gibt es bei uns fette Beute mit bis zu 50% Rabatt!
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Veröffentlicht in Allgemeine Themen, DJV-Landesjagdverbände.