ASP Jour Fixe: ASP update 28.09.2020

“Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ergänzung zu der Nachricht von gestern möchte ich weitere Kenntnisse zu dem ASP Ausbruch in Brandenburg zu Ihrer Information übermitteln. Die Lage stellt sich derzeit wie folgt dar:

  • Fund am 7.9.2020, Untersuchungsergebnis Landesuntersuchungsanstalt am 09.09.2020, FLI-Befund und amtliche Feststellung am 10.09.2020.
  • Der Fundort liegt im Ortsteil Sembten in der Gemeinde Schenkendöbern,  LK Spree-Neiße, ca. 7km von der polnischen Grenze nahe am Zusammenfluss von Oder und Spree, ca. 50 km von SN. Der Kadaver lag am Rande eines abgeernteten Maisfelds, ca. 200m von der Landstraße entfernt,
  • Es handelt sich um einen Bache, 2-3 Jahre; weitere Kadaver wurde in unmittelbarer Nähe bisher nicht gefunden
  • Der Fundort in BB bzw. die dortige brandenburgisch-polnische Grenze grenzt nicht an das gefährdete Gebiet in Polen an, sondern an die dortige Pufferzone
  • Zur Gebietskulisse (hier war die Aussagen nicht immer ganz eindeutig)
  • Um den Fundort wird eine Kernzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern mit elektrischen Wildschutzzäunen gesichert. Mit dem Aufbau der Zäune wurde bereits am heutigen Freitagnachmittag (11.09.) begonnen.
  • Außerdem wird mit einem Radius von 15 Kilometern um den Fundort das sogenannte Gefährdete Gebiet mit Schildern und Hinweistafeln markiert.
  • Die Gesamtkulisse hat einen Radius von ca. 20 – 25 km
  • Im Gebiet befinden sich 50 schweinehaltende Betriebe mit insgesamt 13.000 Tieren, der größte Betrieb hat 5000 Tiere
  • Die Sachverständigengruppe wurde einberufen und hatte heute vormittag getagt und folgende Maßnahmen angeordnet
  • Jagdverbot für alle Tierarten
  • Das Kerngebiet wurde mit einem Betretungsverbot belegt
  • Nutzungsverbote, also Ernteverbote für Mais auf bestimmten Flächen.
  • aktive Kadaversuche
  • Untersuchung aller Tiere
  • Einrichtung eines Systems von Kadaversammelstellen
  • lokales Betretungsverbot für die Öffentlichkeit (lokale touristische Punkte)
  • Information und Schulung von Jägern
  • Verbringungsverbote für Schweine
  • Verbot freilaufender Hunde
  • Organisation der Fallenjagd
  • Überprüfung Schweinehaltender Betriebe auf Einhaltung der Biosicherheit
  • Verbot der Auslaufhaltung

Wie zu befürchten war reagieren die Drittmärkte bereits aus den ASP-Fund in Brandenburg. So haben Südkorea und Japan eine Importstopp  für Schweinefleisch, Schweinefleischerzeugnissen und Futtermitteln verhängt. Der Bund bemüht sich seit geraumer Zeit um den Abschluss von Regionalisierungsvereinbarungen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Christochowitz

Dr. Sabine Christochowitz

Referatsleiterin

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SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR SOZIALES UND GESELLSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHALT”

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