Afrikanische Schweinepest: Jäger in Sachsen bekommen mehr Geld

Das Sozialministerium veröffentlicht neue ASP-Präventionsmaßnahmen. Jäger sollen künftig stärker finanziell unterstütz werden.

Das Sozialministerium in Sachsen hat am 31. August bekanntgegeben, dass eine Informationskampagne zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestartet wird. Im Rahmen dieser neuen Kampagne sollen Jäger für die Erlegung und Versorgung von Schwarzwild in grenznahen Regionen stärker finanziell unterstützt werden. Bislang erhielten Jäger in den Landkreisen Bautzen und Görlitz eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10 Euro für die Probenentnahme zur virologischen Untersuchung auf ASP. Auch wurden die Kosten der Trichinienuntersuchung vom Ministierum übernommen.

Ministerium erweitert finanzielle Unterstützung

Die neue staatliche Anerkennung in Höhe von 50 Euro erhalten Jagdausübungsberechtigte für die Erlegung und Versorgung von Wildschweinen in Gemeinschafts- oder Eigenjagdbezirken, in denen gemäß Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen die Beprobung sowie die Entsorgung des Aufbruchs und der Schwarte angeordnet ist.

Des Weiteren bekommen Jäger 40 Euro für die Erlegung und Beprobung weiblichen Schwarzwilds in den von der Allgemeinverfügung der Landesdirektion betroffenen Jagdbezirken. Im gesamten Freistaat wird die Unterstützung der Veterinärämter im Bezug auf Kennzeichnung, Probenentnahme, Bergung und Beseitigung von Indikatortieren (Fallwild, Unfallwild, krank erlegt) durch Waidmänner mit einer Geldsumme von 30 Euro honoriert. Die 30 Euro, die man bisher für das Melden von Indikatortieren erhielt, werden weiterhin zusätzlich ausgezahlt.

Die Umsetzung dieser drei zusätzlichen Zahlungen befindet sich derzeit allerdings noch im Bearbeitungsprozess, so die Pressesprecherin des Ministierums.


Ein Jäger erlegt ein weibliches Stück Schwarzwild.

RECHENBEISPIEL

+ 10 EUR (für die Probenentnahme)
+ 40 EUR (da es sich um ein weibliches Stück handelt)
+ 50 EUR (sofern die Allgemeinverfügung für das Revier eine Entsorgung von Aufbruch und Schwarte anordnet)
+ kostenfreie Trichinenuntersuchung
+ kostenfreie Entsorgung des Aufbruchs und der Schwarte (sofern angeordnet)


Quelle: https://www.jagderleben.de/news/afrikanische-schweinepest-jaeger-sachsen-bekommen-mehr-geld-712109
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