Erntejagd: Sicherheit vor Jagderfolg

Vielerorts werden die ersten Feldfrüchte wie Raps und Getreide geerntet. Dies ist eine gute Gelegenheit für Jäger, um Schwarzwild effektiv zu bejagen. Dabei sollten wichtige Sicherheitskriterien beachtet werden.

(Berlin, 22. Juli 2020) In diesen Tagen startet in Deutschland die Erntezeit, die bis in den Oktober andauert. Jetzt können Jäger vor allem Wildschweine effektiv bejagen. Sie nutzen Getreide-, Raps- und Maisfelder als Nahrung und Deckung. Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert: Sicherheit geht immer vor Jagderfolg. Er empfiehlt, grundsätzlich nur von erhöhten Einrichtungen – etwa Hochsitzen – zu schießen und auf Hintergrundgefährdung zu achten. Zusätzlich sollte ein Schusswinkel von 30 Grad zum Nachbarschützen nicht unterschritten werden. Jäger sollten aus Sicherheitsgründen signalfarbene Kleidung tragen und Mindestabstände zu Erntefahrzeugen sowie Nachbarschützen einhalten.

Gute Kommunikation

Eine gute Absprache mit dem Landwirt vorab sowie eine detaillierte Einweisung der Schützen am Jagdtag sind wichtig. Die Stände sollten mit Schussektoren klar kommuniziert sein. Auch die Dauer der Jagd sollte festgehalten werden. Warnschildern sollten an benachbarten Land- oder Fernstraßen Verkehrsteilnehmer auf den laufenden Jagdbetrieb hinweisen. Da mit erhöhtem Wildwechsel zu rechnen ist, sollten Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit anpassen. Wenn sich Zuschauer einfinden, ist es in der Verantwortung des Jagdleiters, diese freundlich zu bitten, den Gefahrenbereich zu verlassen.

Wildschweine leben inzwischen bis zu fünf Monate im Jahr komplett in Feldern. Hier finden sie Nahrung im Überfluss und sind gut geschützt. Jäger sind angesichts der drohenden Afrikanischen Schweinepest angehalten, die Zahl der Wildschweine weiter zu reduzieren. Das Virus bedroht auch Hausschweinbestände. Deutschland ist bisher nicht betroffen. Der DJV informiert mit zwei Videos über Sicherheit und Notwendigkeit von Erntejagden:
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