Waldbrandgefahr jetzt hoch

Aufgrund anhaltender Trockenheit ist aktuell die Gefahr von Feuer im Wald hoch – besonders in Ostdeutschland. Der Deutsche Jagdverband gibt Tipps für einen unbeschwerten Aufenthalt.

(Berlin, 17. April 2020) In der Corona-Krise sind Naherholungsgebiete sehr beliebt für einen Ausflug – mehr Menschen als sonst sind unterwegs. Das sonnige und trockene Frühlingswetter lässt gleichzeitig das Waldbrandrisiko ansteigen. Laut Deutschem Wetterdienst herrscht eine besonders hohe Gefahr bereits ab dem Wochenende in Teilen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Oft genügt schon ein Funke, um ein Feuer zu entfachen – mit verheerenden Folgen für Tiere und Pflanzen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt Tipps, wie sich Brände im Wald verhindern lassen:

Autos nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen. Heiße Katalysatoren oder Auspuffrohre können trockenes Gras oder Laub schnell entzünden.

Zufahrtswege freihalten. Parkende Autos am Wegrand sind nicht nur brandgefährlich – sie behindern im Ernstfall Löschfahrzeuge.

Offenes Lagerfeuer und Grillen sind nur an markierten Stellen erlaubt. In Gebieten mit bereits hoher Waldbrandgefahr sollten Waldbesucher gänzlich darauf verzichten. Je nach Region sind Grillplätze wegen der Corona-Krise sowieso gesperrt. Die Kontaktbeschränkungen müssen eingehalten werden.

Zigarettenkippen nicht achtlos wegwerfen und auf Rauchen am besten verzichten. Heiße Glut und Funkenflug entzünden schnell trockenes Gras oder Blätter. Deshalb: Bei der Fahrt in Waldnähe keine Kippen aus dem Fenster werfen – sonst natürlich auch nicht. Von März bis Oktober gilt generelles Rauchverbot in Wäldern – in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen sogar ganzjährig.

Glasscherben verursachen keine Waldbrände – aber großes Tierleid. Glasflaschen oder -scherben können entgegen der landläufigen Meinung keine Waldbrände verursachen. Sie können allerdings bei Wildtieren tiefe, schlecht heilende Schnittwunden verursachen. Flaschen gehören ebenso wenig in den Wald wie anderer Verpackungsmüll, etwa Folien und Schnüre. Den Wildtieren zuliebe.

Waldbrände werden in den meisten Fällen durch Fahrlässigkeit oder Brandstiftung verursacht. Natürliche Ursachen wie Blitzschlag spielen eine untergeordnete Rolle. Im Falle eines Brandes ist immer die Feuerwehr (Tel. 112), die nächste Polizeidienststelle (Tel. 110) oder Forstdienststelle zu verständigen. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes informiert tagesaktuell über die Lage in Deutschland.
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