Newsletter ASP mit aktueller dpa-Meldung

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Polen weiter aus: Die Zahl der in Grenznähe gefundenen Kadaver ist auf 59 gestiegen. Laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) befindet sich das Virus in Westpolen in der Phase maximalen Wachstums. Brandenburg hat nun mit dem Bau von Zäunen auf Hochwasserschutzanlagen an Oder und Neiße begonnen.

Nachweislich ist nicht das Schwein, sondern der Mensch für die schnelle Verschleppung des ASP-Virus verantwortlich – und zwar entlang von Transitstrecken. Die Früherkennung eines Ausbruchs ist entscheidend, um zu verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Die neue DJV-Broschüre „Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest“ liegt jetzt digital vor. Sie erläutert typische Krankheitsbilder anhand von Fotos. Präventive Maßnahmen und das Vorgehen im Seuchenfall sind ebenfalls Thema. Das 28-seitige Dokument füllt Wissenslücken und bietet insbesondere Jägern und Landwirten einen guten Überblick. Ab Mitte Januar kann die gedruckte Version kostenfrei bestellt werden.

Erhältlich ist die neue ASP-Broschüre auch auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die weltgrößte Verbrauchermesse startet am 17. und endet am 26. Januar 2020. Wir freuen uns auf Ihren Besuch am DJV-Stand. Sie finden uns diesmal in Halle 27 (Stand 204).

dpa-Meldung

bdt0406 4 vm 184  dpa 1191

Tiere/Gesundheit/Wissenschaft/Agrar/Polen/Deutschland/Brandenburg/
Weitere deutsch-polnische Vorsorgemaßnahmen gegen Schweinepest =

Berlin (dpa) – Zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest haben die Behörden in Deutschland und Polen weitere Vorsorgemaßnahmen vereinbart. Auf beiden Seiten der Grenze sollen «Risikozonen» von mindestens acht bis 15 Kilometern mit Vorgaben zur Wildschweinjagd eingerichtet werden, wie das Bundesagrarministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Dort soll die Jagd so ausgeübt werden, dass die Tiere nicht über größere Strecken aufgescheucht werden – sondern stattdessen etwa mit Fallen oder vom Hochsitz aus. Die Institute für Tiergesundheit beider Länder sollen den Datenaustausch intensivieren.

Die Tierseuche breitet sich in Polen aus. Das Virus war unter anderem bei einem toten Wildschwein rund 40 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt entdeckt worden. In Brandenburg sollte am Freitag – als weiterer Schutz vor einer Einschleppung nach Deutschland – mit dem Bau von Zäunen an der Grenze begonnen werden.

Das Bundesagrarministerium appellierte erneut an die Länder, sich für den Fall eines Ausbruchs zu wappnen. Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Die deutschen Bauern sind aber besorgt. Beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein würde Deutschland den Status als «seuchenfrei» verlieren und es drohten Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien.

# Notizblock
## Internet
– [F&A des Bauernverbandes zur Schweinepest](http://dpaq.de/jg1Lc)
– [Agrarministerium zu weiteren
  Vorsorgemaßnahmen](http://dpaq.de/fPzRe)
## Orte
– [Bundesagrarministerium](Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin,
  Deutschland)
* * * *

Posted in ASP, Deutscher Jagdverband (DJV), Pressemitteilungen and tagged .