PETAs “blutige” Aktion gegen die Fuchsjagd

09.10.2019, 12:00 Uhr in Dresden vor dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft:

Die sogenannte Tierrechtsorganisation PETA versucht mit einer Pressemitteilung und einem Aufruf an seine Aktivisten, Stimmung mittels einer „blutigen“ Demonstration gegen die Jagd zu machen.

Dieses Mal sollte Herr Staatsminister Thomas Schmidt aufgefordert werden, sich gegen die Jagd, im Speziellen gegen die Fuchs- und Fallenjagd auszusprechen. Insbesondere die Jagd mit Todschlagfallen wurde kritisiert.

Leider hatten die Aktivisten schlecht recherchiert. Die Verwendung von Todschlagfallen ist in Sachsen seit geraumer Zeit verboten. Mögliche Ausnahmegenehmigungen werden von den Jagdbehörden wohl kaum erteilt. Somit lief die Demo schon sachlich am Ziel der Aktivisten vorbei!

Letztlich standen die 4 (in Worten: VIER) Aktivisten allein auf weiter Flur und posierten vor zwei Fotografen der Presse und dem Kameramann des MDR.  https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-344406.html

Dies allein schien auch das Ziel dieser Aktion zu sein:

  • Es wurden keine Inhalte an die vorbeigehenden Passanten vermittelt!
  • Es wurde auch niemand angesprochen!

Die Aktivisten waren sich in ihrer Selbstdarstellung wichtig genug.

Eine halbnackte junge Dame wurde zu Demonstrationszwecken mit “Fuchsohren” und “Schnauze” ausgestattet und mittels roter Lebensmittelfarbe, die aus einer „nachhaltigen“ Plastikflasche kam, entsprechend zurecht gemacht. Garniert mit zwei mickrigen Plakaten ging die Aktion schnell und geräuschlos zu Ende!

Passanten und Mitarbeiter aus den Ministerien zeigten nur ein sehr geringes Interesse an der PETA-Show.

Wir hatten über einen Pressevertreter die Info zu dieser geplanten Veranstaltung erhalten. Ich habe mich zur Beantwortung von möglichen Fragen und zur Aufnahme eines Stimmungsbildes vor Ort eingefunden. Ein Gespräch mit dem MDR-Kamerateam verlief hierbei im Umfeld der Aktion positiv und wurde aufgezeichnet.

Nach meiner Meinung war PETA nicht an Gesprächen oder an Aufklärung interessiert. Es ging nur darum, Bilder für die Medien, insbesondere für die neuen Medien, zu produzieren, um das Thema Jagd negativ zu emotionalisieren und Stimmung zu machen.

Mit einem Horrido

Wilhelm Bernstein
Vizepräsident im Landesjagdverband Sachsen e. V.

Posted in Abteilung Naturschutz, AG Niederwild, AG Öffentlichkeitsarbeit, Landesjagdverband Sachsen, Pressemitteilungen and tagged , , .