Antworten – Wahlprüfstein (Drückjagden)

Anmerkung der Redaktion:

Mit Hinblick auf die kommenden Wahlen hat der Landesjagdverband Sachsen e. V. Wahlprüfsteine entwickelt und diese an die Parteien zur Beantwortung gesendet.
Folgende Parteien haben dazu Stellung genommen: AfD – SPD – Bündnis 90/Die Grünen – Die LINKE.

Die abgedruckten Texte sind den Antworten der Parteien entnommen.
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Frage:

Wie steht Ihre Partei zu den vom Staatsbetrieb Sachsenforst alljährlich ausgeschriebenen „Drückjagdtourismus“ zu Großjagden mit über 100 Jägern und mehr als 60 jagenden Hunden?

SPD

Gegen eine vereinzelte Teilnahme von Jagdgästen beim Staatsbetrieb Sachsenforst sprechen nach Auffassung der SPD keine Argumente. Eine Jagd mit über 100 Jagdgästen ist der SPD nicht bekannt, dies lehnen wir ab.

Bündnis 90 / Die Grünen

Wir sehen eine kurzfristige, effektive Drückjagd in wenig bewirtschafteten Gebieten und größeren Gebietskulissen als nicht problematisch an. In der Vergangenheit stellten die zumeist ortsansässigen Jäger den Großteil der Jägerschaft dar.

Die Linke

Den „Drückjagdtourismus“ bei Sachsenforst hat DIE LINKE zum Anlass für Kleine Anfragen genommen: „Notzeiten nach JagdG, Gesellschaftsjagden und Abschusspläne“, KlAnfr Jana Pinka DIE LINKE, 20.03.2019 Drs 6/171028 − „Erlass des SMUL zur Vorbildlichkeit von Jagdausübung und Hege in den Verwaltungsjagdbezirken“, KlAnfr Jana Pinka DIE LINKE 20.03.2019 Drs 6/171039. Soweit den einzelnen Tieren im Rahmen der Jagdausübung keine Achtung mehr entgegen gebracht wird und die Rahmensetzung dies unterstützt, lehnen wir dies ab. Hier ist die Jagdleiterin/der Jagdleiter in der Pflicht, die wohl teilweise offensichtlich ignorierten Vorgaben im „Erlass des SMUL zur Vorbildlichkeit von Jagdausübung und Hege in den Verwaltungsjagdbezirken“ umzusetzen.

AFD

Gesellschaftsjagden müssen den Grundsätzen der Waidgerechtigkeit, des Tierschutzes und der Wildbrethygiene entsprechen, alles andere lehnen wir ab. Wir befürworten den Verzicht auf die Durchführung von Gesellschaftsjagden im Januar, aufgrund der dann bereits erfolgten Stoffwechselumstellung beim Wild.

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