Antworten – Wahlprüfstein (Bleihaltige Jagdmunition)

Anmerkung der Redaktion:

Mit Hinblick auf die kommenden Wahlen hat der Landesjagdverband Sachsen e. V. Wahlprüfsteine entwickelt und diese an die Parteien zur Beantwortung gesendet.
Folgende Parteien haben dazu Stellung genommen: AfD – SPD – Bündnis 90/Die Grünen – Die LINKE.
Die abgedruckten Texte sind den Antworten der Parteien entnommen.
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Frage: Welche Position nimmt Ihre Partei bei der Verbotsdiskussion bleihaltiger Jagdmunition ein?

SPD

Die SPD steht für einen Ausstieg aus bleihaltiger Munition.

Bündnis 90 / Die Grünen

Seit Jahren werden Greifvögeln, insbesondere Seeadler, auf Krankheiten und Todesursachen untersucht. Dabei haben sich Bleivergiftungen als die bedeutendste Todesursache herausgestellt. Auch andere Greifvögel, die entweder jagdbares Wild erbeuten oder Aas fressen, wie Habicht, Mäusebussard, Rotmilan, Rohrweihe und Wanderfalke, sind von Bleivergiftungen durch die Verwendung von Bleimunition betroffen. Wir fordern nicht nur ein Verbot der Verwendung von Bleischrot, sondern ein generelles Verbot der Jagd mit bleihaltiger Munition in Sachsen. Es existieren eine ganze Reihe Alternativen, die ohne toxische Schwermetalle auskommen und ebenfalls gute ballistische Eigenschaften aufweisen. “Bleifrei“ ist kein Problem und wird von einigen sächsischen Jägern schon genutzt. Ein generelles Verbot von Bleimunition ist auch aus Gründen des Verbraucherschutzes dringend geboten.

Die Linke

Bleihaltige Jagdmunition ist nach unserer Auffassung rasch mit einer entsprechenden Auslaufphase zu verbieten. Entscheidend dabei ist, dass die Tötungswirkung etwaiger alternativer Materialien mindestens gleich groß sein muss.

AFD

Hier halten wir an den bisherigen Regelungen in Sachsen fest und sehen diesbezüglich gegenwärtig keinen Regelungsbedarf (freies Wahlrecht des Jägers).

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