Müll sammeln, Leben retten

Umwelt- und Naturschutz fängt vor der Haustür an. Bundesweit sagen Jäger im Frühjahr illegal entsorgtem Müll den Kampf an und räumen in den Revieren auf. Vor allem für Wildtiere können Abfälle zum Verhängnis werden. Reste von Plastikverpackungen und -bechern oder Schnüre können zu schweren Verletzungen von Magen und Darm führen. Ebenfalls bedrohlich sind Metallteile und Drähte, in denen sich Tiere verfangen können oder die schlecht heilende Schnittwunden verursachen. Plastikfolien finden zudem immer wieder den Weg in Vogelnester, mit fatalen Folgen: Das Regenwasser staut sich, die Jungvögel sterben an Unterkühlung oder ertrinken. Eine große Gefahr geht zudem von Batterien aus: Die im Laufe der Zeit auslaufende Säure führt zu schweren Vergiftungen und verseucht Boden und Grundwasser. Darauf macht der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam und ruft Jäger und andere Naturschützer dazu auf, jetzt beim Frühjahrsputz mitzumachen und Fotos unter #trashtagchallenge #trashchallenge #jägergegenmüll und #frühjahrsputz in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

Positiver Nebeneffekt: Nachhaltiges Engagement macht glücklich. Menschen, die sich sozial oder ökologisch engagieren, sind nachweislich zufriedener mit ihrem Leben. Zu diesem Ergebnis kommt der Glücksatlas 2017. Jäger nehmen eine Vorreiterrolle ein, wenn es um ehrenamtliches Engagement geht, zeigt eine aktuelle DJV-Umfrage: 41 Prozent sind aktiv im Umwelt- und Naturschutz, dabei Frauen öfter als Männer. Im Bundesschnitt sind es lediglich 9 Prozent. Allein für ihre ehrenamtliche Naturschutzarbeit investieren Jägerinnen und Jäger jedes Jahr rund 86 Millionen Euro aus eigener Tasche.

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