Re(h)ger Verkehr

Autofahrer aufgepasst: Die Paarungszeit des Rehwildes ist in vollem Gange. Auf Landstraßen ist jetzt auch tagsüber mit erhöhtem Wildwechsel zu rechnen.

Schauen nicht nach links und rechts: liebestolle Rehe

Derzeit geht es heiß her in Wald und Flur. Noch bis Mitte August hat das Rehwild seine Paarungszeit, in der Jägersprache auch „Brunft“ genannt. Dann sind die Tiere buchstäblich blind vor Liebe. Leider bringt sie ihre hormonbedingte Kopflosigkeit in Gefahr: Auch tagsüber queren liebestolle Rehe Landstraßen und stellen für sich und andere Verkehrsteilnehmer ein Risiko dar. Der Deutsche Jagdverband (DJV) rät zu besonderer Achtsamkeit und bittet Autofahrer um erhöhte Rücksichtnahme.

Wer auf Landstraßen entlang von Wäldern sein Tempo von 100 auf 80 Stundenkilometer drosselt, der reduziert seinen Bremsweg um 25 Meter. Dies kann überlebenswichtig sein – auch für das Wildtier, denn ein Aufprall endet für die 20 kg schweren Rehe fast immer tödlich. Allein im vergangenen Jagdjahr ließen 195 420 Rehe ihr Leben auf deutschen Straßen.

Vor allem Rehböcke sind jetzt sehr aktiv und stetig auf der Suche nach paarungswilligen Reh-Damen. Hat der Bock eine Auserwählte gefunden, treibt er sie stundenlang vor sich her, bis sie sich zur Paarung bereit erklärt. Bei diesem Treiben entstehen kreisförmige Pfade, die auf Feldern oder Waldwiesen gut zu erkennen sind. In der Jägersprache heißen diese „Hexenringe“.

Weitere Informationen:

Wie man Wildunfällen vorbeugen kann und wie man sich am besten verhält, wenn es doch gekracht hat? Hier gibt es Verhaltenstipps für Verkehrsteilnehmer.

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