JV Weißeritzkreis

Jagdverband Weißeritzkreis e. V.

Vorsitzender:
Frank Fiebiger
Lindenstraße 7
01731 Kreischa
Tel.: 0173 7471607
E-Mail: info@jagdverband-weisseritzkreis.de

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Mitteilungen des Jagdverbandes Weißeritzkreis

Jagdverband Weißeritzkreis

 

Ausflug der Hegegemeinschaft „Wilsdruffer Land“

Ankunft der HG „Wilsdruffer Land“ in Rathen. (Foto: Michael Scheel)

Unsere Hegegemeinschaft “Wilsdruffer Land” hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben den jagdlichen Aktivitäten, auch den Zusammenhalt unserer Jäger zu erhalten und zu fördern. Dazu zählen auch jährliche Veranstaltungen bzw. Ausflüge mit den Ehefrauen, um ihnen für ihr Verständnis für unser oftmals zeitaufwendiges Hobby zu danken. So werden jährlich wechselnd ein Vogelschießen oder ein Ausflug organisiert und durchgeführt. In diesem Jahr hieß das Ziel Rathen in der Sächsischen Schweiz. Überschattet wurden die Vorbereitungen mit der Ungewissheit, fahren die Schiffe der Weißen Flotte oder fahren sie wegen Niedrigwasser nicht. Doch es sollte alles gut werden.
Nach dem Treffen früh im Dresdner Hauptbahnhof ging es schließlich mit der S-Bahn nach Rathen. Das Wetter meinte es mehr als gut mit uns und so waren wir froh über so manches schattige Plätzchen.
In Rathen angelangt, begrüßten die Jagdhornbläser unserer HG alle Mitgereisten zünftig mit einem kleinen Konzert. Was wir allerdings nicht eingeplant hatten, waren die zahlreichen Schaulustigen, welche erstaunt stehen blieben und später spontan Beifall spendeten. Dann konnte zunächst die “Eisenbahnwelt ” besucht oder der Ort eigenständig erkundet werden. Zum Mittagessen ging es in das Amselgrundschlößchen” und auch hier gab es wieder musikalische Impressionen auf den Jagdhörnern. Schließlich machten wir uns auf zum Amselsee und genossen die angenehme Kühle, welche auf dem Weg dorthin herrschte. Auf der Amselseebrücke und mit dem beeindruckenden Felsgebilde der “Lokomotive” im Rücken folgten dann weitere Klänge auf den Jagdhörnern. Es erzeugte schon Gänsehaut, wenn das Echo unserer Hörner von den hohen Wänden des Amselsees zurück kam. Auch hier hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden, um diesem musikalischen Naturschauspiel zu lauschen. Eine Verkostung mit Besichtigung der “Destillerie zu Rathen” schloss den Besuch in dieser sich wunderschön herausgeputzten Gemeinde ab.
Zum Abschluss ging es auf das Schiff, einen alten Schaufelraddampfer mit wenig Tiefgang, welcher uns in 3 Stunden elbabwärts wieder zurück nach Dresden brachte. Hier genossen wir mit unseren Ehefrauen das schöne Wetter bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken auf Deck. Die jagdliche Musik sollte auch hier nicht zu kurz kommen und so bliesen wir, zur Freude der anderen Mitfahrer auf dem Schiff, kräftig ins Horn.
Das Echo unserer Jäger und ihrer Ehefrauen auf diesen gelungenen Ausflug war überwältigend und so konnte wieder etwas zur Festigung der Kameradschaft innerhalb unserer Hegegemeinschaft beigetragen werden. Allen die an der Vorbereitung und Durchführung dieses Ausfluges beteiligt waren, ein herzliches “Dankeschön”.

Wolfram Niegel
Vorsitzender der HG “Wilsdruffer Land”

Erhöhung der Sicherheit auf Wilsdruffs Straßen
v.l.n.r.: Wolfram Niegel – Jäger, Stefan Rödel – Straßenmeisterei, Jörg Rost – Bauhof

Seit Jahren hat sich die Staatsstraße S 36 vom Abzweig an der F 173 / Kesselsdorf bis zum Ortseingang Limbach zu einem Schwerpunkt bei Wildunfällen entwickelt. An beiden Bereichen der Straße werden durch verschiedene landwirtschaftliche Betriebe große Flächen mit Getreide, Raps und Mais bestellt. Diese bilden für Wildtiere ideale Unterschlupf- und auch Äsungsmöglichkeiten. Weiterhin war zu konstatieren, daß über die S 36 seit vielen Jahrzehnten Wildwechsel führen und die Tiere daran gewöhnt waren diese auch zu benutzen. Da aber der Straßenverkehr hier enorm zugenommen hat, haben die Wildtiere, die oftmals abend- oder nachtaktiv sind, selbst dann kaum bzw. nur wenige Möglichkeiten haben die Straße zu überqueren. Dazu kommt noch, daß Wildschweine, Rehe aber auch Dachse, Füchse und Waschbären in der Dunkelheit von den Scheinwerfern geblendet werden und oftmals panisch reagieren. Das hat zur Folge, daß das Wild mit Autos bzw. LKW´s kollidiert und erhebliche Sach- aber auch Personenschäden verursacht.
Die Jäger der Pächtergemeinschaft Wilsdruff haben sich nun Gedanken gemacht, wie man dieses Unfallpotential verringern kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten u.a. Wildschutzzäune die kaum jemand bezahlen kann, Verstänkerungsmittel die nur kurze Zeit wirksam sind, akustische Wildwarner die ebenfalls sehr teuer sind und bezahlbare blaue Reflektoren, welche an den Leitpfosten angebracht werden. Hier haben Forscher herausgefunden, daß das von den Wildwarnreflektoren zurückgeworfene blaue Licht der vorbeifahrenden Autos ein Gefahrensignal bei den Wildtieren erzeugt und dazu noch eine Bewegung simuliert. Nach den vorhandenen Informationen können damit 50 und mehr Prozent der Wildunfälle verhindert werden.
Mit diesen Erkenntnissen und einem Lösungsvorschlag in der Tasche, haben sich die Wilsdruffer Jäger an die Stadtverwaltung Wilsdruff und an Herrn Bürgermeister Rother gewandt. Nach Prüfung der Sachlage wurde eine schnelle und unbürokratische Unterstützungszusage gemacht. Schließlich galt es doch die Sachschäden an den Kraftfahrzeugen und die Personenschäden bei den Fahrzeuginsassen weiter zurückzudrängen. Denn jeder Wildunfall ist einer zu viel und wenn man etwas für die Verhinderung tun kann, sollte man schnell handeln und nicht nur darüber reden. Die Wilsdruffer Jäger bestellten also über 100 solcher blauen Wildwarnreflektoren und nach der Lieferung schlossen sie sich mit dem Bauamt, hier Herrn Börner sowie mit der Straßenmeisterei Freital, hier Herrn Schuricht, zusammen. Innerhalb weniger Tage wurde auch ein Termin gefunden.
Am Donnerstag, dem 27.10.2016 früh war es nun endlich soweit. Von der Pächtergemeinschaft Wilsdruff trafen sich Jürgen Clauß und Wolfram Niegel mit Jörg Rost vom Bauhof Kesselsdorf. Dazu gesellte sich noch Stefan Rödel von der Straßenmeisterei Freital mit dem Sicherungsfahrzeug und dem Schilderwagen. Nach einigen Stunden gemeinsamer und sicher auch nicht ganz ungefährlicher Arbeit am Straßenrand, waren alle Wildwarner in den gefährdeten Straßenbereichen angebracht. Nun hoffen Alle, daß das blaue Licht der Reflektoren in der Dunkelheit “Gute Arbeit” leistet und die Zahl von Wildunfällen gesenkt werden kann. Abschließend möchten sich die Jäger uns noch einmal recht herzlich bei allen Beteiligten für die uneigennützige Hilfe und Unterstützung mit einem kräftigen “Weidmanns Heil ” bedanken.

Autor: Wolfram Niegel

Veranstaltungen der Jagdschule Weißeritzkreis zur jagdlichen Weiterbildung 2016/17

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Jagdliches Schießen der HG “Wilsdruffer Land”

Für uns Jäger aus dem “Wilsdruffer Land” hat die Schulung und praxisnahe Ausbildung im jagdlichen Schießen einen hohen Stellenwert und ist uns auch seit Jahren ein Herzensbedürfnis.
Daher sind im Arbeitsplan unserer HG auch in jedem Jahr vier Termine in dieser Hinsicht verankert. Um diese Termine auch absichern zu können, haben vier Weidgenossen die Ausbildung zum Schießleiter absolviert und auch erfolgreich abgeschlossen.
Im Frühjahr gab es das Kurzwaffenschießen auf den Bahnen in Freital-Pesterwitz. Hier können unsere Jäger ihre Fähigkeiten im Umgang mit Pistole oder Revolver überprüfen bzw. festigen. Schließlich kann jeder in die Situation der Abgabe eines Fangschusses kommen und auch das will geübt sein. Um das Ganze nicht ganz so trocken werden zu lassen, gab es am Ende der Trainingseinheit noch ein Pokalschießen. Hier setzte sich Uwe Fiedler mit 45 (von 50 möglichen) Ringen durch. Ihm folgten Michael Scheel und Wolfram Niegel.
Vor dem Bockaufgang (bei uns traditionelle am 1. Mai begangen) gab es für alle interessierten Jäger unserer HG auf der Schießanlage in Freital-Birkigt die Möglichkeit des Einschießens der Jagdwaffen.
Höhepunkt war auch in diesem Jahr unser Pokalschießen auf dem Schießstand in Eppendorf. Hier gab es insgesamt 23 Teilnehmer. Diese Zahl macht deutlich, wie ernst die Mitglieder unserer HG die Schießausbildung nehmen. Dazu gibt es noch den begehrten Stempel in den Schießnachweis. Viele gehen im Herbst zu Ansitz-Drückjagden und hier wird in fast allen Fällen der Nachweis kontrolliert.
Geschossen werden Trap, laufender Keiler und stehender Bock. Früher ging es noch auf den laufenden Hasen, doch diese Disziplin wird in Eppendorf leider nicht mehr angeboten. Es gab spannende Wettkämpfe und am Ende setzten sich in zwei Disziplinen neue Mitglieder unserer HG durch. Begonnen wurde traditionell mit Trap. Es gewann “Neuling” Sven Häber im Stechen gegen Thomas Schröder, nach dem beide zuvor 12 von 15 Tauben geschossen hatten. Den dritten Platz erkämpfte sich Tom Klinter. Beim laufenden Keiler konnte Stefan Lochmann seinen Sieg vom vergangenen Jahr wiederholen. Dieses Mal mit 43 von 50 möglichen Ringen. Es folgten Jens Hartig und Martin Hahn.
Bleibt noch der stehende Bock. Hier hatte unser neues HG-Mitglied Tom Klinter eine sehr ruhige Hand und gewann mit der Maximalringzahl von 50. Dahinter kamen Falk Hunger und Jürgen Petzsch auf die Plätze.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Für den zügigen Ablauf kann man Tino Adlung und seinen Mannen nur recht herzlich Danke sagen.
Im Herbst steht ein kombiniertes Kurzwaffen- und KK-Schießen, wieder auf der Schießanlage in Freital-Birkigt, auf dem Programm. Damit es nicht so trocken zugeht, gibt es für die besten KK-Schützen wieder einen kleinen Pokal und Urkunden.
Damit unterstützen wir seit Jahren die Jäger unserer HG erfolgreich bei der Festigung der Fertigkeiten an und mit der Waffe.

Weidmanns Heil

Wolfram Niegel
Vorsitzender der HG

Jagdliches Brauchtum – Etwas Überholtes in der Neuzeit?

Foto: Christian Göbel

Wir alle befinden uns in einer Welt der Hektik und Betriebsamkeit. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und manchem fällt es schon schwer der ganzen Sache noch etwas Positives abzugewinnen. Ist da noch Platz für Ruhe, Besinnung und Althergebrachtes?
Das ist jetzt die Kunst, den Bogen zur Jagd und seinem faszinierenden Brauchtum zu schlagen.
Kunst kommt von Können und jeder passionierte Jäger weiß, dass man so etwas nur schwer aus Büchern erlernen kann. Es wird einem sozusagen regelrecht in die Wiege gelegt, so wie in unserer Familie.
Die Jagd ist eine Leidenschaft, die ein hohes Maß an Fachwissen und handwerklichem Können erfordert. Darüber hinaus bedeutet die heutige Jagd aber auch die Fortsetzung einer langen und bewährten Tradition, die für einen weidgerechten Umgang mit dem Wild steht. Jägersprache, Bruchzeichen, Jagdsignale sowie die Sage um den Heiligen Hubertus werden heutzutage in erster Linie mit „jagdlichem Brauchtum” in Verbindung gebracht. Da finde ich das Beispiel der Jägersprache ganz passend und kann die Pflege und Tradition in unserer Region bei der Schreibweise „Weidgerechtigkeit, WeidmannsHeil bzw. Weidwerk“ u.v.a. mit „ei“ nur unterstützen.
Weidgerecht jagen heißt, Kenntnisse über das bejagte Wild zu besitzen, sowie ein guter Schütze zu sein, das heißt aber auch zu hegen und die Gedanken des Natur- und Tierschutzes zu pflegen. Überlieferte Jagdkultur und Tradition müssen bewahrt und mit der modernen und sich stets weiterentwickelnden Welt verbunden werden. Das jagdliche Brauchtum umfasst einen Kreis von Sitten und Bräuchen wie sie zum Teil seit langer Zeit wenig verändert beim Jagen üblich sind. Gut, wer sie sich in Selbstverständlichkeit aneignet. Schlecht, wer sie erlernt und damit prahlt, ohne stille Weidgerechtigkeit in sich zu tragen. Einige Sitten und Bräuche, wie das Ziehen des Jagdhutes vorm erlegten Wild, sind im Wandel der Zeit leider immer mehr in Vergessenheit geraten.
Heute ist das jagdliche Brauchtum eine Moral. Es werden Bräuche im handwerklichen Sinne und die Achtung vor dem Wild gepflegt. Die Verständigung der Jäger untereinander mit Hilfe der Bruchzeichen sollte auch im Jagdbetrieb unserer Zeit noch von großer Bedeutung sein. Bei allen Bruchzeichen und auch allen als Schmuck zu verstehenden Brüchen handelt es sich um abgebrochene Zweige, hauptsächlich der Baumarten Eiche, Kiefer, Fichte, Weißtanne und Erle.
Ich finde es erschreckend wie wenig Zeit sich manche für die Pflege unserer jagdlichen Tradition nach Drückjagden bzw. auch bei Einzelansitzen nehmen und sofort nach der „roten Arbeit“ auseinander strömen und der besagten Hektik und Betriebsamkeit wieder verfallen. Hier wünsche ich mir mehr Aktionismus unserer Altvorderen. Denn nur von diesen können die Jüngeren das handwerkliche Geschick mit seinen filigranen Facetten und Gepflogenheiten lernen, wie es war, in Zeiten als die Zukunft noch besser schien. Hierzu kann jeder in seiner eigenen Jagdgemeinschaft einen kleinen Beitrag liefern, der uns Jäger in der breiten Öffentlichkeit in einer besseren Wahrnehmung erscheinen lässt, als nur dem Töten.
Wird von den meisten Nichtjägern die Jagd an sich noch für notwendig gehalten, ist die Akzeptanz des Tötens von Wildtieren deutlich geringer. Nur über das Verständnis und den Nutzen für den Einzelnen können wir über das jagdliche Brauchtum die breite Öffentlichkeit erreichen. Eine wichtige Rolle spielen hier die Jagdhornbläsergruppen. Zunehmend werden auch in unseren 3 Gruppen des Jagdverbandes Weißeritzkreis neben den einfachen Fürst Plesshörner auch die Parforcehörner geblasen. Damit bemühen wir uns um die Wahrung einer vielseitigen Instrumentalbesetzung. Das spiegelt sich auch im musikalischen Repertoire wieder. Jagdsignale als unverzichtbarer Bestandteil der Jagd gehören gleichermaßen dazu wie Jagdlieder und Musik über die Jagd. Immer wieder taucht die Frage auf: Wie verhält sich der Jäger brauchtumskonform beim Jägerbegräbnis? Vorweg: Brauchtum soll zum Brauchen sein und muss daher als dynamischer Prozess immer wieder den Gegebenheiten angepasst werden; so auch das Verhalten und das Auftreten der Jäger beim Jägerbegräbnis.
Der Jäger behält im Rahmen einer Formation, also etwa als Ehrenwache eines Toten oder als Sargträger, auch in der Kirche den Hut auf, ansonsten ist das Tragen des Jagdhutes in der Kirche verpönt. Wenn ein Jäger seinen Freund hinausbegleitet in sein allerletztes irdisches Zuhause, so steckt er sich einen Bruch links (!) an den Hut, und zwar so, dass die Bruchunterseite nach außen zeigt. Er lässt den Hut ruhig auf, während des feierlichen Abschieds am Grab. Als allerletzten Gruß nimmt er den grünen Zweig und wirft dem Freund seinen Trauerbruch ins Grab. Dann zieht er ein letztes Mal den Hut vor dem Toten. Es sollte uns gelingen den Spagat zwischen der alten Tradition und der Moderne hinzubekommen, indem wir uns neuen gesellschaftlichen Ansprüchen und Jagdmethoden nicht verschließen, sondern in ihnen eine Chance für unsere Zukunft sehen.
Besinnen wir uns doch neben der Jägerei wieder mehr auf den sittlichen Umgang mit unserer Tradition. Jagdliches Brauchtum fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl der Jäger und bewahrt die Verrohung.
Ich wünsche mir für uns Jäger, die Bräuche zu pflegen und sie lebendig zu halten. Sie stehen dem Jäger am besten zu Gesicht.

Mit WeidmannsHeil

Ihr Christian Göbel
Obmann Jagdliches Brauchtum
JV Weißeritzkreis

Hundewesen im JV Weißeritzkreis

Der JV Weißeritzkreis bietet seinen Mitgliedern eine aktive Teilnahme an der Ausbildung ihrer Jagdhunde zur Erlangung der jagdlichen Brauchbarkeit. Von Februar bis September wird monatlich (an jedem letzten Sonntag im Monat) ein Übungstag angeboten. Die Palette der Ausbildungsschwerpunkte ist den Wünschen der Teilnehmer angepasst. Als Übungsreviere steht uns nahezu der gesamte Weißeritzkreis zur Verfügung. So gibt es kaum eine Pächtergemeinschaft, die für bestimmte Übungseinheiten ihr Revier nicht zur Verfügung stellt. Ebenso der Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Bärenfels der vom Tharandter Wald bis in die Kammlagen des Osterzgebirges uns jederzeit bei der Hundeausbildung unterstützt. Die Qualität unserer Übungstage hat sich über die Jahre stetig verbessert und ruht auf breiten Schultern. So ist ein aktiver Stamm von Hundeführern immer bereit diese Übungstage vorzubereiten und zu begleiten. Ein kameradschaftliches Miteinander, dem Ausbildungsstand angepasste Übungseinheiten, sowie die gemeinsame Auswertung eines Übungstages sind Grundsätze unserer Arbeit.
Jedes interessierte Mitglied kann über unsere Internetseite des Jagdverbandes den aktuellen Arbeitsplan einsehen und sich für die Übungstage anmelden. Mit der Unterstützung und der Organisation zur Ausbildung brauchbarer Jagdhunde kommt der Jagdverband Weißeritzkreis der Verpflichtung des vom Jagdgesetz geforderten Einsatzes von brauchbaren Hunden nach und soll von seinen Mitgliedern auch als Beitrag einer aktiven Verbandsarbeit genutzt werden.

Andreas Walther
Obmann für Hundewesen

 

 

Seminar „Erste Hilfe beim Hund“

Nachdem bereits unser Mitte Oktober durchgeführtes Anschussseminar großen Anklag fand, führten wir am Freitag, den 4. Dezember 2015 unser zweites Seminar, diesmal im Lindenhof Ulberndorf, durch. Das Thema an diesem Tag war “Erste Hilfe beim Hund” sowie “Hundekrankheiten”. Dr. Ralph Kobera, praktizierender Tierarzt aus Kreischa und Absolvent im laufenden Jungjägerkurs, erläuterte in einem kurzweiligen und sehr informativen Vortrag wie sich jeder Hundeführer verhalten sollte wenn es seinem Schützling einmal schlecht geht. Vor allem die anwesenden erfahrenen Hundeführer konnten hier wertvolle Praxistipps erhalten. Im Anschluss wurde das Wissen im Thema “Hundekrankheiten” aufgefrischt. Nach ein paar abschließenden Worten durch unseren Hundeobmann Andreas Walter sowie Frau Mette (Geschäftsführerin im Verein Kleine Münsterländer) klang der Abend gemütlich aus. Somit sind unsere werdenden Jungjäger bestens für die anstehende Praxis gerüstet.
Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei Dr. Kobera für diesen Vortrag. Wir hoffen dies im nächsten Jahr wiederholen zu können.

Christian Herklotz

 

 

Hegegemeinschaften gründen Interessengemeinschaft

Die Hegegemeinschaft Osterzgebirge hat mit den anderen Hegegemeinschaften Erzgebirge (Marienberg u.a.), Tharandter Wald und Oberes Vogtland die „Interessengemeinschaft südsächsischer Hegegemeinschaften“ gegründet. Darüber informierte Carsten Geißler vom Vorstand der Hegegemeinschaft.
Der größere Zusammenschluss vom Osterzgebirge bis zum Vogtland hat nun das Ziel, den Austausch unter den Vorständen der Hegegemeinschaften zu verbessern und gegenüber dem Staatsministerium die Interessen der Jäger und der Hegegemeinschaften besser zu vertreten.
Es gibt beispielsweise bei den Rotwildbeständen Diskussionen, wie viele Tiere in einem Gebiet leben sollen. Der Forst will deren Zahl extrem gering halten, um damit Wildschäden im Forst zu verringern. Die Jäger der Hegegemeinschaften wollen eine Lebensraumbonitur, um festzustellen, welche Anzahl Tiere ein Habitat trägt. darüber hinaus fordern sie wissenschaftlich verifizierbare Untersuchungen der tatsächlich in der Population lebenden Zahl der Tiere.

Die Gründung einer Interessengemeinschaft erfolgt auch, um die Kernforderungen, die sich in den letzten Jahren aus neuem LJG und Verordnungen hierzu ergeben haben, konsequent im Ministerium und der Politik mit einer Stimme darzustellen:
– die schwache Rechtsstellung der Hegegemeinschaften
– die fehlende Pflichtmitgliedschaft in bestehenden Hegegemeinschaften
– die fehlende Verbindlichkeit von Empfehlungen der HGs gegenüber Behörden und gegenüber Sachsenforst
– die fehlende Notwendigkeit von Einvernehmlichkeit bei der Erstellung von Abschussplänen.

Dies sind -vorerst- die Kernforderungen an die Politik und Verwaltung, damit wenigstens die bestehenden und funktionierenden Hegegemeinschaften ihre Arbeit, die nach der Verordnung zum LJG definiert ist, überhaupt effektiv durchführen können.
Lehnt man sich an die Forderungen der Deutschen Wildtier Stiftung zu Hegegemeinschaften in Deutschland an, ist das vorliegende Gesetzes- und Verordnungswerk in Sachsen absolut mit “mangelhaft” zu bewerten.

Carsten Geißler