Sächsischer Landesbläserwettbewerb 2014 in Schleinitz

Sächsischer Landesbläserwettbewerb 2014 in Schleinitz

Am 28. Juni 2014 fand der 12. Landeswettbewerb der sächsischen Jagdhornbläser am Schloss Schleinitz statt. Wetter und Kulisse waren wie gemacht für einen solchen Tag. Insgesamt 17 Gruppen mit ca. 150 JagdhornbläserInnen waren angereist und zeigten ihr Können in vier Wertungsklassen.

Besonders erfreulich war, dass 4 Kinder- und Jugendgruppen, 3 aus Sachsen und 1 Gruppe aus Sachsen-Anhalt, dabei waren. Es ist großartig, mit welcher Begeisterung die Kinder und Jugendlichen dieses in der Breite eher ungewöhnliche Hobby betreiben, welche Motivationskünstler ihre musikalischen Leiter sind und zu welchen Leistungen die jungen BläserInnen selbst nach kurzer Zeit des Dabeiseins in der Lage sind. Hier wird eine einzigartige Arbeit geleistet, die wichtig ist für die Zukunft der Jagd.

Neben „alten Hasen“ bezogen auf die Wettbewerbsteilnahme waren auch Neulinge dabei: die Bläsergruppe Lausitzer Hörnergruß des KJV Bautzen in der Wertungsklasse A und die Bläsergruppe „Wolfgang Hertzig“ des KJV Freiberg in der Wertungsklasse G. Beide Gruppen zeigten eine sehr gute Leistung. Den Lausitzer Hörnergruß gibt es immerhin erst seit 3 Jahren.

Über alle Gruppen hinweg kann festgestellt werden – in Sachsen wird auf hohem Niveau Jagdhorn geblasen. Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihren errungenen Ergebnissen. In der Wertungsklasse A verteidigte die Jagdhornbläsergruppe Herbert Dießner Bockwen mit 932,4 Punkten knapp ihren Titel vor der erneut zweitplatzierten Gruppe Muskauer Heide, die 924,5 Punkte erreichte. Ihr folgte dicht die Bläsergruppe Röderaue mit 921,4 Punkten. Auch in der Wertungsklasse G ging es knapp zu. Die Gaußiger Jagdhornbläser konnten ihren Titel ebenfalls verteidigen mit 979,5 Punkten vor den sich großartig präsentierenden Großenhainern, die 971,7 Punkte erreichten. Erneut belegte in der Wertungsklasse P die Jagdhornbläsergruppe Geierswalde mit 561 Punkten den ersten Platz. Weitere Platzierungen finden Sie in der Ergebnistabelle.

Rund wurde der Tag durch den gelungenen Rahmen, für den insbesondere der KJV Meißen sorgte. Hier hielt Weidgenosse Horst Bieber vor Ort die Fäden fest in den Händen. Die Bühne wurde schmuck hergerichtet. In der Festscheune auf dem Gelände, die u. a. als Innenvariante für schlechtes Wetter gedacht war, informierte der KJV Meißen in einer sehr ansprechenden Ausstellung über Jagd, Jäger und Wildtiere. Ein Höhepunkt war die durch Weidgenosse Daniel Habich organisierte Vorstellung der Jagdhunde, die auch praktische Teile der Hundearbeit zeigte. Über 30 Jagdhunde wurden vorgestellt. Die Besucher waren gefesselt. Bereichert wurde der Rahmen durch das Laserschießkino von www.erzjagd.de, die Jagd- Und Motivstickerei Erhard, den Mundstücksspezialisten Schmidt und die Präsentation der Deutschen Teckelclubs 1888 e.V. Gruppe Dresden.

Der Tag fand seinen traditionellen Abschluss mit dem gemeinsamen Konzert aller Jagdhornbläsergruppen. Die Moderation durch Hella Stieler enthielt sehr spontane Einlagen, in die sich Jagdhornbläser mit einbrachten. So wurde u. a. auf Initiative eines anhaltinischen Jagdhornbläsers im Rahmen des Konzertes ein Kanon eingeübt und vorgetragen. Die Siegerehrung war Teil des Abschlusskonzertes. Sie wurde vorgenommen durch den Landrat des Landkreises Meißen, Herrn Arndt Steinbach, und den Vorsitzenden des KJV Meißen, Herrn Karsten Schlüter.

Ein ganz herzlicher Dank geht an die Aktiven des KJV Meißen, die Mitglieder des Fördervereins Schloss Schleinitz, an die Mitarbeiter des Bauhofes Leuben-Schleinitz, die Stadt Nossen und natürlich an die Wertungsrichter. Namentlich möchten wir den Weidgenossen Horst Bieber, Daniel Habich und Weidgenossin Cornelia Schulz danken, die in der Geschäftsstelle unseres Landesjagdverbandes ihren Beitrag für ein gutes Gelingen der Veranstaltung leistete. Die Veranstaltung wurde mit Mitteln aus der sächsischen Jagdabgabe unterstützt, die durch die obere Jagdbehörde zugesagt wurden.

Doch nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. So muss auch konstruktive Kritik möglich sein. Der Auftritt einer Bläsergruppe wird Diskussion und möglicherweise Änderungen/ Konkretisierungen in der sächsischen Ausschreibung erfordern. Und wir hoffen, dass dieser Wettbewerb der bisher einzige bleiben wird, bei dem das Präsidium des Landesjagdverbandes nicht in Erscheinung getreten ist. Jagdhornbläser haben das registriert und stellen Fragen bis heute. Immerhin ist es ein Landeswettbewerb. Die Anerkennung der aktiven Arbeit in unserem Verband ist wichtig, nach innen wie nach außen.

Andrea Ende
Im Namen der AG Jagdliches Brauchtum

       

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