AG Wolf

Gründung der AG Wolf beim Landesjagdverband Sachsen e.V.am 14.März 2017

v.l.n.r. Thomas Markert, Norman Härtner, Rolf Kotzur, Dr.Adolf With, Frank Conrad – Foto:Geschäftsstelle

Mit einstimmigem Beschluss des Präsidiums des LJVSN war am 14.März 2017 die Arbeitsgruppe Wolf beim LJVSN gegründet worden. Dies war notwendig, da der Landesjägertag vom 22.10.2016 eine Anerkennung der damals schon bestehenden AG Wolf, welche sich aus Vertretern von 7 mit der Wolfproblematik besonders befassten Kreisjägerschaften zusammensetzt, beschlossen hatte.
Die Vertreter der bereits bestehenden AG Wolf der Jägerschaften Dr. Adolf With und Rolf Kotzur wurden zu Mitgliedern der AG berufen die des Weiteren durch den Präsidenten Frank Conrad, verantwortlich für Netzwerke mit der Politik, Vizepräsident Thomas Markert, verantwortlich für die Koordination der Wildtierbeauftragten und Vizepräsident Norman Härtner, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit besteht.
Während die drei Präsidiumsmitglieder für die Präsentation des Themas Wolf im Namen des gesamten LJVSN in der Öffentlichkeit verantwortlich zeichnen, befassen sich die Vertreter der AG Wolf in den Jägerschaften insbesondere mit der wissenschaftlichen Begleitung und Dokumentation, dem Wolfsmonitoring und der detailreichen Arbeit vor Ort.
Den Präsidiumsmitgliedern ist insbesondere der enge Kontakt mit den Jägerschaften wichtig, welcher durch die Berufung von Dr.Adolf With und Rolf Kotzur als deren direkter Vertreter vollumfänglich gesichert ist. Unterstützt soll dies durch die schwerpunktmäßige Teilnahme von Präsidiumsmitgliedern an den laufenden Beratungen der AG Wolf der Jägerschaften werden. Selbstverständlich können aufgabenbezogen weitere Weidgenossen aus den Jägerschaften beratend hinzugezogen werden wenn dies erforderlich sein sollte.

Norman Härtner
Vizepräsident

DJV-Positionspapier

Landräte und AG „Wolf“ setzen Zeichen

Am 12.07.2017 berieten die Mitglieder der AG „Wolf“ mit den Landräten Michael Harig (CDU) Bautzen und Bernd Lange (CDU) Niederschlesische Oberlausitz zu den bisherigen Ergebnissen der Arbeit der AG „Wolf“ in den genannten Kreisen und Jagdverbänden. Der Leiter der AG „Wolf“, Dr. A. With, wertete es als äußerst positives Zeichen, dass sich die Landräte mit den Mitgliedern der AG trafen, und das zu dem brisanten Thema Wolf. An der Beratung nahmen auch der Vizepräsident des LJVSN Norman Härtner sowie Weidgenosse Paulick als Vertreter der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer teil.

Fast 4 Jahre intensiver Arbeit in der AG, mehrere Beratungen in der EU in Brüssel, Petitionen an den Sächsischen Landtag und Bundestag, viele öffentliche Vorstöße der Nutztierhalter, Schafzüchter, Kleintierhalter und die großen Anstrengungen weiterer Gremien führten aber bisher nicht zum Erfolg. Noch immer gibt es keine Lösung, nicht nur für die Jäger, sondern auch für die ländliche Bevölkerung, besonders für die Nutztierhalter, in der beunruhigenden Wolfsproblematik. So sind u. a. ganze Wildarten, wie das Muffelwild, in der Region nicht mehr vorhanden. Übergriffe auf Herden und Haustiere nehmen zu. Die Entnahme von Problemwölfen scheiterte bisher an einer nicht nachvollziehbaren Bürokratie. Rolf Kotzur sprach zum unbefriedigenden Wolfsmonitoring und zur fragwürdigen Populationsbestimmung im Zusammenhang mit der zunehmenden Hybridisierung.

In ehrenamtlicher Arbeit suchen die Mitglieder der AG gemeinsam mit den Landräten in den betroffenen Landkreisen nach Lösungswegen. Beide Landräte konstatierten, dass die bisherige Verfahrensweise nicht ausreichend ist. Sie muss einen neuen Aufschwung erhalten. Dies kann nicht die Aufgabe nur Einzelner sein. Daran werden sie konstruktiv mitarbeiten.

Die Einbeziehung weiterer potentieller Bündnispartner und gesellschaftlicher Bereiche, ein stärkeres Arrangement des Präsidiums des LJVSN. Die dringend notwendige stärkere Öffentlichkeitsarbeit mit einer aussagefähigen und der Wahrheit entsprechenden Berichterstattung an die EU 2018 stehen an. Moderne Medienträger sind stärker zu nutzen, um allseitig zu informieren. Ziel ist es, ein stärkeres Vertrauen der Akteure untereinander zu schaffen. Zu diesem Arbeitsstil zählt unbedingt die Sachlichkeit in der Berichterstattung. Landrat Harig (CDU) unterbreitete den Vorschlag Mitglieder der AG „Wolf“ in die in Bautzen im Aufbau befindliche Internetredaktion einzubeziehen. Eine Verbesserung der gegenwärtig nicht ausreichenden Berichterstattung an unsere Bevölkerung zur Wolfsproblematik sollte mit allen Presseredaktionen beraten werden. Gemeinsam mit Argumenten zu agieren, sei das Ziel – so die Landräte Harig und Lange. Beide Landräte erklärten mit den Mitgliedern der AG „Wolf“ eine zur Sache vorwärtsdrängenden Arbeitsstil zu finden. Dem diente auch die Diskussion mit den Vorsitzenden der ostsächsischen Kreisjagdverbände, die u. a. das Ziel verfolgte, ihre territorial spezifischen Probleme in der Beratung darzulegen. Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass die Zusammenkunft mit den Landräten ein Schritt nach vorn war, um mit Politikern, Jägern, Landwirten, Tierhaltern, Natur- und Artenschützern eine befriedigende Lösung der angesprochenen Problematik zu erreichen.

Prof. Dr. Dieter Rost

Stellvertr. des Leiters der AG „Wolf“