Jagdhornblasen

Ohne Elektronik und moderne Kommunikationstechnik bestand die Notwendigkeit, sich auf der Jagd zu verständigen. Über Hifthörner führte der Weg zu unseren heutigen Jagdhörnern. Sie regeln mit ihren Signalen die Jagd und gestalten viele Veranstaltungen der Jäger im jagdlichen und privaten Bereich aus. Besonders gepflegt von den Jagdhornbläsergruppen des Verbandes stellen sie auch ein emotionales Element des Jagdlichen Brauchtums dar. Der gesamte Ablauf einer Jagd vom „Hohen Wecken” über „Schüsseltreiben” bis zum „Strecke legen” und dem „Strecke Verblasen” begleiten die Hörner. Höhepunkte wie Hubertusgottesdienste, Jagdhornbläserwettbewerbe und Jagdhornbläsertreffen finden bei der Bevölkerung sehr positive Resonanz.

  

Jagdhornbläsertreffen / Jagdhornbläserwettbewerbe

11. Kinder- und Jugendseminar der Jagdhornbläsergilde vom 27. – 30. Juli 2017 in Grethen – zur Einladung

Ein unvergessener Nachmittag mit 60 Jagdhornbläsern

Jubiläumskonzert in der Gaußiger Sporthalle, Foto: Falk Ende

Am 03.09.2016 um 14:00 Uhr in Gaußig war es soweit. Fast 60 Jagdhornbläser eröffneten das Festkonzert anlässlich des 40-jährigen Jubiläums unserer Jagdhornbläsergruppe. Schon die ersten Klänge ließen Bläsern und den gekommenen etwa 200 Zuhörern eine Gänsehaut über den Rücken laufen – nicht weil es gruselig war, sondern einzigartig – Sammeln der Jäger, Die Glocken, Begrüßung.

Den anschließenden Grußworten von Lothar Jentschel, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Bautzen, Alexander Fischer, Bürgermeister der Gemeinde Doberschau-Gaußig, Eckhard Schilder, für Pächtergemeinschaft und Jagdgenossenschaft Gaußig, Gerd Frey, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gaußig, Kurt Reichel, Landesjagdverband Sachsen, und einer verlesenen Gratulation von Landrat Michael Harig folgte bis 18:00 Uhr ein Feuerwerk von Jagdmusik.

Angereist waren acht Bläsergruppen – Lausitzer Hörnergruß, Wilthen, Neschwitz, Oberlausitz, Geierswalde, Elsterwald, Lausitzer Hangfichten und Kinder des Jagdverbandes Pößneck (Thür.) – um auf ihre Art zu gratulieren. Unsere Verbindung zu den Gruppen ist ganz unterschiedlich. Mit allen sind es Freundschaft und Begeisterung am Musizieren, mit einigen sind es gemeinsame, mit anderen ehemalige Mitglieder. Jede Gruppe fand einen besonderen Weg, uns zu gratulieren – rührende zu Herzen gehende Momente, auch für`s Publikum.

Der Höhepunkt für das Publikum war sicher das gemeinsame Abschlusskonzert. Die Akustik der Sporthalle in Gaußig rundete ab. Doch vor allem die Moderation von Cathleen Rietschel, unserem nun „jüngsten“ Mitglied in der Gruppe, machte aus allem etwas Ganzes. Sie bestand ihre Feuerprobe mit Bravour.

Wir wollen aber auch danken: der Gemeinde für die Bereitstellung der Halle, der Bäckerei Fehrmann, den Gaußiger Jägern, der Schulküche für die hervorragende kulinarische Umrahmung. Den Sponsoren Kreissparkasse Bautzen, Agrargenossenschaft Gnaschwitz, Autohaus Steffen Hantusch Bautzen, wildgalgen.de, Deutsche Vermögensberatung AG – Nico Damaschun aus Zittau, Jagdausstatter Hoffmann aus Bautzen und dem Publikum.

Alle zusammen bescherten uns einen unvergessenen Nachmittag, ein würdiges Jubiläum – Danke!

Ihre Jagdhornbläsergruppe Gaußig

Man sieht es uns nicht an…Wir werden 40!

Die Jagdhornbläsergruppe Gaußig (Foto: W. Schindler)

Das ist ein Anlass, um gemeinsam mit unseren Freunden, Förderern und unserem Publikum zurück zu schauen und einen wunderschönen Nachmittag zu verbringen.

Am 3. September 2016 wollen wir dies tun. Wir laden herzlich ein zu unserer Festveranstaltung um 14:00 Uhr in die Sporthalle von Gaußig. Mit dabei sein werden Jagdhornbläsergruppen, mit denen wir teilweise über viele Jahre hinweg eng verbunden sind: Jagdhornbläsergruppe Geierswalde, Lausitzer Hangfichten, Jagdhornbläsergruppe Elsterwald, Jagdhornbläsergruppe des Jagdverbandes Oberlausitz, Lausitzer Hörnergruß, Jagdhornbläsergruppe Wilthen, Jagdhornbläsergruppe Neschwitz… als Gäste aus Thüringen ist dabei die Kinderjagdhornbläsergruppe Herschdorf. Somit ist für musikalische Vielfalt gesorgt. Auch das leibliche Wohl wird nicht vergessen.

Im Jahre 1976 gründeten Jäger aus Gaußig und Umgebung die Jagdhornbläsergruppe Gaußig. Das gemeinsame Jagdhornblasen machte Freude und schnell wurde mehr daraus, als „nur“ das Blasen von Jagdsignalen. Die einfachen Fürst-Pless-Hörner wurden bald durch Fürst-Pless-Ventilhörner ersetzt. Musik für die Jagd und Musik über die Jagd sind seither fester Bestandteil des Repertoires. Seit 1994 gehören auch Parforcehörner zum Instrumentenbestand. Alljährlich stehen mehrere Hubertusmessen in den Kirchen der Oberlausitz auf dem Programm.
Reizvoll und wichtig für unsere Entwicklung waren und sind die Bläsertreffen, Wettbewerbe und Seminare. Durch regelmäßige Teilnahme gelang es uns, Qualität zu entwickeln und zu halten. Bereits in der ehemaligen DDR wurden Erfolge erzielt. Außerdem nahmen wir an 11 sächsischen Landesbläserwettbewerben teil. Fünfmal konnten wir hier Meister in unserer Klasse werden – ein Schnitt, auf den wir stolz sind. Ganz wichtig sind uns aber die „alltäglichen“ Auftritte bei Geburtstagen, Festveranstaltungen aber auch beim letzten Gang von Jägern. In unserer Gruppe sind Jäger und Nichtjäger etwa zu gleichen Teilen vertreten. Verbunden sind wir durch das Jagdhornblasen. Das macht uns Freude und andere daran teilhaben zu lassen macht uns Freude. Wir danken allen, die uns auf diesem Wege bis hierher begleitet haben. Kommt zu unserer Festveranstaltung und nehmt unseren Dank entgegen in Form eines abwechslungsreichen Jagdhornkonzertes und eines gemeinsamen Rückblickes.

Jagdhornbläsergruppe Gaußig

Sport frei? – Horn frei!

Kleine Bläser ganz groß. (Foto: Sabine Mäser)

Am 28. und 29. Mai 2016 ertönten ganz ungewohnte Klänge in und um das Sportlerheim Scharfenberg der Gemeinde Klipphausen.

Wir Nachwuchsbläser der Jagdhornbläsergruppe Herbert Dießner-Bockwen sollten an diesem Wochenende unser erstes gemeinsames Probenwochenende erleben. Wir, das sind sechs Jungs im Alter zwischen sieben und neun Jahren. Meistens üben wir auch recht fleißig, haben aber ansonsten allerhand Flausen im Kopf. Als Kinderbläsergruppe gibt es uns seit 2013. Zunächst noch in loser Folge haben uns Hella und Sabine das ABC des Jagdhornblasens gelehrt. Nach einem knappen Jahr war ein „harter“ Kern geblieben, der ernsthaftes Interesse am Jagdhornblasen hat. Seither üben und proben wir regelmäßig und durften auch schon den ein oder anderen kleinen Auftritt absolvieren.

Und was war so los, an dem Probenwochenende?
Als Übungsleiter hatte Sabine Herrn Dietrich Schlät, Solohornist der Dresdner Philharmonie, gewinnen können. Der Kontakt zu ihm war zur Tagung der sächsischen Jagdhornbläsergruppenleiter in Siebenlehn im Februar entstanden. Mit sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl gelang es Dietrich Schlät, uns kleine Bläserlein in den Vormittagsübungsstunden konzentriert bei der Sache zu halten. Erst mal mussten wir ganz viel atmen, atmen, atmen. Zunächst langsam, dann schneller, jeder für sich und dann alle gemeinsam. So haben wir zum Beispiel mit den Mundstücken geschnauft wie kleine Dampflokomotiven – gleichzeitig durch Mund und Nase – dabei immer eine Hand auf dem Bauch. Danach galt es die eben geübten Abläufe in schöne Töne umzusetzen. Das Ergebnis war schon recht ordentlich. Nach dem Mittagessen erarbeiteten wir uns mit Sabine noch gemeinsam ein neues Stück.

Später am Nachmittag kam dann noch einer von den erwachsenen Bläsern dazu: Florian, der ist ca. zwei Meter groß und macht regelmäßig Kampfsport! Da haben wir erstmal stramm gestanden. Mit allerlei Sportgeräten und ausgefallenen Übungen hat er uns eine gute Stunde körperlich ausgearbeitet und über die großzügige Sportanlage gescheucht. Wir vermuten ja stark, das war Absicht! Nach dem deftigen Abendessen vom Grill unseres Grillmeister Franz mussten wir alle „Jagdgericht“ halten und kleinere oder größere Auffälligkeiten des Tages auswerten. Die an uns gestellten Aufgaben, wie zum Beispiel Eierlauf, Knobelaufgaben lösen, Gedicht aufsagen usw., haben wir alle tapfer erledigt und Besserung gelobt. Und schon zeigte die Uhr 22:00 Uhr! Schnell noch Luftmatratzen aufgepustet und die Schlafsäcke ausgerollt … kurz danach war nur noch gleichmäßiges Atmen zu hören, so haben es uns zumindest Hella und Sabine berichtet am nächsten Morgen.

Der Frühstückstisch am Sonntag war zusammen schnell gedeckt und einige von uns verdrückten regelrechte Nutella-Weißbrot-Berge. Beim gemeinsamen Abschlusskonzert konnten wir dann einzeln oder zu zweit nochmal unser Können auch vor unseren Eltern zeigen. Zum Schluss bekam jeder noch einen kleinen Bläserorden angesteckt – jetzt gehören wir richtig dazu, zur Bläserszene!

Unser ganz herzliches Dankeschön gilt Dietrich Schlät für die musikalische Betreuung, der Gemeinde Klipphausen und dem Kreisjagdverband Meißen für die finanzielle Unterstützung sowie Hella und Sabine für die Organisation.

David, Emil, Finley, Lucas, Oskar und Konstantin,
die Frischlinge der Jagdhornbläsergruppe Herbert Dießner – Bockwen.

Sächsischer Landesbläserwettbewerb 2014 in Schleinitz

Am 28. Juni 2014 fand der 12. Landeswettbewerb der sächsischen Jagdhornbläser am Schloss Schleinitz statt. Wetter und Kulisse waren wie gemacht für einen solchen Tag. Insgesamt 17 Gruppen mit ca. 150 JagdhornbläserInnen waren angereist und zeigten ihr Können in vier Wertungsklassen.

Besonders erfreulich war, dass 4 Kinder- und Jugendgruppen, 3 aus Sachsen und 1 Gruppe aus Sachsen-Anhalt, dabei waren. Es ist großartig, mit welcher Begeisterung die Kinder und Jugendlichen dieses in der Breite eher ungewöhnliche Hobby betreiben, welche Motivationskünstler ihre musikalischen Leiter sind und zu welchen Leistungen die jungen BläserInnen selbst nach kurzer Zeit des Dabeiseins in der Lage sind. Hier wird eine einzigartige Arbeit geleistet, die wichtig ist für die Zukunft der Jagd.

Neben „alten Hasen“ bezogen auf die Wettbewerbsteilnahme waren auch Neulinge dabei: die Bläsergruppe Lausitzer Hörnergruß des KJV Bautzen in der Wertungsklasse A und die Bläsergruppe „Wolfgang Hertzig“ des KJV Freiberg in der Wertungsklasse G. Beide Gruppen zeigten eine sehr gute Leistung. Den Lausitzer Hörnergruß gibt es immerhin erst seit 3 Jahren.

Über alle Gruppen hinweg kann festgestellt werden – in Sachsen wird auf hohem Niveau Jagdhorn geblasen. Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihren errungenen Ergebnissen. In der Wertungsklasse A verteidigte die Jagdhornbläsergruppe Herbert Dießner Bockwen mit 932,4 Punkten knapp ihren Titel vor der erneut zweitplatzierten Gruppe Muskauer Heide, die 924,5 Punkte erreichte. Ihr folgte dicht die Bläsergruppe Röderaue mit 921,4 Punkten. Auch in der Wertungsklasse G ging es knapp zu. Die Gaußiger Jagdhornbläser konnten ihren Titel ebenfalls verteidigen mit 979,5 Punkten vor den sich großartig präsentierenden Großenhainern, die 971,7 Punkte erreichten. Erneut belegte in der Wertungsklasse P die Jagdhornbläsergruppe Geierswalde mit 561 Punkten den ersten Platz. Weitere Platzierungen finden Sie in der Ergebnistabelle.

Rund wurde der Tag durch den gelungenen Rahmen, für den insbesondere der KJV Meißen sorgte. Hier hielt Weidgenosse Horst Bieber vor Ort die Fäden fest in den Händen. Die Bühne wurde schmuck hergerichtet. In der Festscheune auf dem Gelände, die u. a. als Innenvariante für schlechtes Wetter gedacht war, informierte der KJV Meißen in einer sehr ansprechenden Ausstellung über Jagd, Jäger und Wildtiere. Ein Höhepunkt war die durch Weidgenosse Daniel Habich organisierte Vorstellung der Jagdhunde, die auch praktische Teile der Hundearbeit zeigte. Über 30 Jagdhunde wurden vorgestellt. Die Besucher waren gefesselt. Bereichert wurde der Rahmen durch das Laserschießkino von www.erzjagd.de, die Jagd- Und Motivstickerei Erhard, den Mundstücksspezialisten Schmidt und die Präsentation der Deutschen Teckelclubs 1888 e.V. Gruppe Dresden.

Der Tag fand seinen traditionellen Abschluss mit dem gemeinsamen Konzert aller Jagdhornbläsergruppen. Die Moderation durch Hella Stieler enthielt sehr spontane Einlagen, in die sich Jagdhornbläser mit einbrachten. So wurde u. a. auf Initiative eines anhaltinischen Jagdhornbläsers im Rahmen des Konzertes ein Kanon eingeübt und vorgetragen. Die Siegerehrung war Teil des Abschlusskonzertes. Sie wurde vorgenommen durch den Landrat des Landkreises Meißen, Herrn Arndt Steinbach, und den Vorsitzenden des KJV Meißen, Herrn Karsten Schlüter.

Ein ganz herzlicher Dank geht an die Aktiven des KJV Meißen, die Mitglieder des Fördervereins Schloss Schleinitz, an die Mitarbeiter des Bauhofes Leuben-Schleinitz, die Stadt Nossen und natürlich an die Wertungsrichter. Namentlich möchten wir den Weidgenossen Horst Bieber, Daniel Habich und Weidgenossin Cornelia Schulz danken, die in der Geschäftsstelle unseres Landesjagdverbandes ihren Beitrag für ein gutes Gelingen der Veranstaltung leistete. Die Veranstaltung wurde mit Mitteln aus der sächsischen Jagdabgabe unterstützt, die durch die obere Jagdbehörde zugesagt wurden.

Doch nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. So muss auch konstruktive Kritik möglich sein. Der Auftritt einer Bläsergruppe wird Diskussion und möglicherweise Änderungen/ Konkretisierungen in der sächsischen Ausschreibung erfordern. Und wir hoffen, dass dieser Wettbewerb der bisher einzige bleiben wird, bei dem das Präsidium des Landesjagdverbandes nicht in Erscheinung getreten ist. Jagdhornbläser haben das registriert und stellen Fragen bis heute. Immerhin ist es ein Landeswettbewerb. Die Anerkennung der aktiven Arbeit in unserem Verband ist wichtig, nach innen wie nach außen.

Andrea Ende
Im Namen der AG Jagdliches Brauchtum

       

„Auf der Festung Königstein…“

Was für ein Tag! Die ca. 260 Jagdhörner, die am 23. Juni 2013 auf der Festung Königstein erschallten, schafften es nicht nur, Wolken und Regen zu vertreiben, sondern auch für anhaltend gute Stimmung bei den fast 2.000 Besuchern und glückliche Gesichter bei den Organisatoren zu sorgen.

Eindrucksvoller konnte ein Jubiläum, wie das 10. Landestreffen der sächsischen Jagdhornbläser, nicht begangen werden. Zwar kamen 27 Bläsergruppen, statt angemeldeter 29, dennoch war es mit Abstand die größte Teilnehmerzahl, die wir bisher bei unseren Landesbläserveranstaltungen begrüßen konnten. Erstmalig waren auch Gruppen aus mehreren Bundesländern und Nachbarstaaten dabei. Die Bläsergruppen aus Bayern, Brandenburg, Thüringen, aus der Tschechischen und der Slowakischen Republik bereicherten die Veranstaltung und trugen zu ihrer musikalisch hohen Qualität bei. Viele Leckerbissen wurden geboten. Einer der zahlreichen Höhepunkte war die Premiere einer extra für den Tag von Bernd Neffe komponierten Variation des Liedes „Auf der Festung Königstein“, welches gemeinsam von Hörnern der Stimmung B und Es geblasen werden kann. Vorgetragen wurde es von der Gruppe GeiGauLau – einer sehr freundschaftlichen Verbindung der Bläsergruppen Geierswalde, Gaußig und Lausitzer Hörnergruß.

Gänsehaut erfasste einen, wenn man der völlig anderen Art der Gruppen aus Tschechien und der Slowakei im Umgang mit dem Horn lauschte – fantastische Musik. Einen Klangkontrast dazu bildeten die Parforcehornklänge u. a. der Bläsergruppen Taucha, Moritzburg und der Brandenburgischen Parforcehornbläser –ebenso fantastische Musik. Eine etwas andere Art, das Parforcehorn zu spielen haben die Bläsergruppen Geierswalde, Thüringer Jagdhornbläser und die Gaußiger – nicht minder schön. Die Bläsergruppen, die das Fürst-Pless-Horn mit und ohne Ventile bevorzugen oder gemischt mit Parforcehörnern und Waldhörnern der Stimmung B spielen überzeugten ebenfalls. Unbedingt hervorgehoben werden muss auch der Auftritt unserer jüngsten Jagdhornbläser aus Geierswalde, Hainichen und der Oberlausitz. Kurzum, für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Vorstellung von Jagdhunden und Falknern mit ihren Greifen bereicherte das Programm. Wunderschön war auch, dass Hörner in verschiedenen Winkeln des Festungsgeländes erschallten.

Doch war allen, Besuchern wie Bläsern bewusst, dass wenige Tage zuvor die Stadt Königstein durch das Hochwasser der Elbe erneut schwer getroffen wurde. Der Landesjagdverband Sachsen e. V. nahm dies zum Anlass und verband mit dem Treffen vor Ort eine Spendenaktion zu Gunsten der betroffenen Einwohner der Stadt Königstein. Knut Falkenberg, Präsident unseres Verbandes, konnte im Rahmen des Abschlusskonzertes Herrn Frieder Haase, dem Bürgermeister der Stadt Königstein, einen Scheck über 900,00 € gesammelter Spenden übergeben. Dank gilt allen Spendern.

Schließlich bleibt zu danken den mitgereisten Ausstellern. Die HSM Herman Schmidt Metallblasinstrumentenbau und der Mundstückspezialist Chr. Schmidt aus Markneukirchen, die Natur- und Jagdmotivstickerei Erhardt aus Rebesgrün, das Autohaus Schulze aus Pirna und der Landesverband Sächsischer Teckelklub e.V. im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. bereicherten mit Ihrer Präsenz die Angebote. Sehr gut besucht war auch der kleine Stand unseres Landesjagdverbandes. Für das Landesbläsertreffen hat der Staatsbetrieb Sachsenforst Mittel aus der sächsischen Jagdabgabe bereits gestellt.

Zum Schluss danke ich besonders dem Team der Festung Königstein gGmbH für die wunderbare Kulisse, die Gastfreundschaft und die unkomplizierte Unterstützung, insbesondere durch Therése Stoll., die u. a. am Tag zuvor auch das Tagesseminar für Jagdhornbläser leitete. Vielleicht kommen wir mal wieder auf die Festung Königstein.

Andrea Ende
Präsidiumsmitglied

Nicht entgehen lassen: Das Landestreffen der Sächsischen Jagdhornbläser auf der Festung Königstein

Zur Erinnerung: am 23. Juni 2013 um 10:30 Uhr werden rund 200 Jagdhornbläser auf der Festung Königsstein in der Sächsischen Schweiz gemeinsam das Jagdsignal „Begrüßung“ blasen. Die Bläser Sachsens und angrenzender Länder treffen sich an diesem Tag zum traditionellen gemeinsamen Musizieren, welches in dieser Form alle zwei Jahre stattfindet. Herzlich willkommen sind alle Jäger, an der Jagd Interessierte und Freunde von Natur und Jagd. Beginn ist 10:30 Uhr. Um 15:30 Uhr ist das traditionelle Abschlusskonzert geplant – Gänsehaut ist garantiert. Zu erleben ist ein Tag rund um Jagd und Natur für Groß und Klein. Die Besucher können leibhaftige Jäger mit ihren Helfern, den Hunden und Greifen erleben. Dieser Tag soll ein Tag für die ganze Familie werden. Die Festung Königstein bietet dafür eine traumhafte Kulisse. Das Treffen wird durch den Landesjagdverband Sachsen e. V. organisiert, der tatkräftig durch die Festung Königsstein gGmbH unterstützt wird.

Andrea Ende
Präsidiumsmitglied

Landeswettbewerb der sächsischen Jagdhornbläser

Schön…

…war ein Wort, welches häufig fiel, beim 11. Landeswettbewerb der sächsischen Jagdhornbläser am 26. Mai in Kromlau. Man hatte den Eindruck, an diesem Tag stimmte einfach alles. Die Kulisse, das Wetter, das Publikum, das Rahmenprogramm und nicht zuletzt die Leistungen der Bläsergruppen. Da fiel gar nicht auf, dass wir, wegen des Termins am Pfingstsamstag weniger Teilnehmer waren als in den Jahren zuvor. 130 Jagdhornbläser in 13 Gruppen stellten sich dem Wettbewerb in vier Wertungsklassen.

Nun könnte man meinen bei nur jeweils zwei Gruppen in den Wertungsklassen C und P und drei in der Wertungsklasse G, wäre es leicht, Sieger zu werden. Doch das Gegenteil war der Fall, alle Gruppen waren gut vorbereitet, hoch motiviert und aufgeregt bzw. angespannt wie immer. Jeder wollte an diesem Tag sein Bestes geben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es z. B. in der Wertungsklasse P nur drei Punkte Unterschied gab zwischen dem Ersten und dem Zweiten.

In allen Klassen wurden zudem hohe Punktzahlen erzielt. Die Jagdhornbläsergruppe Gaußig des Kreisjagdverbandes Bautzen wurde mit 961,6 Punkten von möglichen 975 Sieger in der Wertungsklasse G gefolgt von der Bläsergruppe Hubertuseck Schleife des Jagdverbandes Niederschlesische Oberlausitz, die das erste Mal teilnahm und 864,2 Punkte erreichte. In der Wertungsklasse A belegte die Bläsergruppe Herbert Dießner Bockwen mit 935,2 Punkten den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz folgte ebenfalls eine Gruppe der Region, die Jagdhornbläsergruppe Muskauer Heide, mit 902,3 Punkten. Diese Gruppe nahm auch das erste Mal an dem Landeswettbewerb teil. In der Wertungsklasse C schaffte es die Kinder- und Jugendgruppe Herbert Dießner Bockwen mit 915,6 Punkten auf das Siegerpodest. In der Wertungsklasse P wurde die Jagdhornbläsergruppe Geierswalde vom Jagdverband Hoyerswerda mit 564 Punkten knapp Sieger vor der Parforcehorngruppe Moritzburg mit 561 Punkten. Bedenkt man, dass in dieser Klasse die mögliche Höchstpunktzahl bei 585 Punkten liegt, haben beide Gruppen sehr Gutes geleistet.

Am Wettbewerb hat außerdem die polnische Gruppe „Lubuskie fanfary“ mit sehr attraktiver Musik teilgenommen. Weiterhin kam die Gruppe Rochlitz/ Geithain, die mit ihrer wunderbaren Musik in den Pausen und beim Abschlusskonzert für Kurzweil sorgte. Zum Abschlusskonzert fanden sich auch noch die Bläsergruppen Freiberg und Königshain aktiv ein – danke für Euer Kommen!

Doch nicht nur die Jagdhornbläser sorgten für einen wirklich runden Tag. Es war wieder gelungen ein Fest für die ganze Familie zu organisieren. Da gab es schöne Männerstimmen des Männergesangverein 1845 Bad Muskau e. V, eine Vorstellung von Jagdhunderassen, eine Flugschau der Greife, Lernort Natur, Streichelzoo, Ponyreiten, Jagdmotivstickerei, Laserschießstand… Besonders sehenswert war die Hegeschau des Jagdverbandes Niederschlesische Oberlausitz e. V. in der Parkgaststätte unweit des Veranstaltungsgeländes.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben. Stellvertretend seien hier genannt: Wilfried Paulick, Christian Berndt, Heike Schumacher, Hegeringe Grüne Fichte und Hubertuseck. Besonderer Dank gilt dem Festkomitee des Kromlauer Park- und Blütenfestes mit Dirk Thorausch an der Spitze. Die Veranstaltung wurde unterstützt mit Mitteln aus der sächsischen Jagdabgabe. Und die Kromlauer? – Die fragten schon an, ob wir nicht wieder kommen könnten. Und die Wertungsrichter? – Einer schrieb schon, er käme sehr gern wieder. Unsere Gäste aus Polen? – Wollen in Zukunft gern öfter dabei sein. Die positiven Stimmen reißen bis heute nicht ab.

Der 11. Landeswettbewerb der Sächsischen Jagdhornbläser war sicher ein guter Tag für das Ansehen der Jagd und der Jäger. Auf jeden Fall war er schön.

Andrea Ende
Präsidiumsmitglied

Sieger Klasse P – Jagdhornbläsergruppe Geierswalde
Glückliche Zweite – Jagdhornbläsergruppe Muskauer Heide

Hörnerklang, prachtvolle Hunde und kräftige Männerstimmen – Eine perfekte Mischung

So ähnlich beschrieb die Torgauer Zeitung das Landesbläsertreffen der sächsischen Jagdhornbläser 2011 im Hauptgestüt Graditz. Und so war es auch. Insgesamt 19 Jagdhornbläsergruppen mit 190 Jagdhornbläsern aus ganz Sachsen trafen sich am 14. Mai 2011 vor der traumhaften Kulisse des Gestüts in der Nähe von Torgau.

Um 9:30 Uhr begrüßte Knut Falkenberg, Präsident des Landesjagdverbandes, die Gäste herzlich und versprach den bereits morgens zahlreich erschienen Zuhörern einen Ohrenschmaus mit Gänsehautgarantie. Nach dem auch Hausherr und Gestütsleiter Steffen Bothendorf die Gäste begrüßt hatte und dabei auf die Verbindung von Pferdezucht und Jagd eingegangen war, begann das Treffen mit dem gemeinsamen Signal „Begrüßung“ – Gänsehaut. Die 200 Plätze vor der Bühne waren bereits voll besetzt und einige Zuhörer verließen den ganzen Tag nicht ihren Stuhl. Insgesamt konnten über den Tag etwa 800 Besucher begrüßt werden.

Die Jagdhornbläsergruppen stellten sich in kurzen Programmen dem begeisterten Publikum selbst vor. Es begann die Jagdhornbläsergruppe Falkenstruth. Ebenfalls aus der Region war die Jagdhornbläsergruppe „Weidmannsheil“ aus Mehderitzsch dabei. Gegen Mittag bereicherte ein Auftritt des Torgauer Männerchores die Veranstaltung. Den absoluten Höhepunkt bildete schließlich am Nachmittag das große gemeinsame Abschlusskonzert aller beteiligten Jagdhornbläser. Es fällt schwer an dieser Stelle besondere Höhepunkte heraus zu stellen. Da gab es die Freiberger, die sich in diesem Rahmen erstmals und überzeugend präsentierten. Da gab es die drei Kinder- und Jugendgruppen „Herbert Dießner Bockwen“, „Geierswalde“ und „Hainicher“, die den Großen in nichts nachstanden und das Publikum ganz individuell begeisterten und und und … . Viel Beifall der Besucher war der verdiente Lohn für einen gelungenen Tag und die Leistung unserer Jagdhornbläser.

Im Rahmen des Treffens wurde außerdem eine Schau des Vereins Deutsch-Kurzhaar Klub Sachsen e. V. durchgeführt. Knut Falkenberg nutzte mit tatkräftiger Unterstützung durch die Jagdhornbläsergruppe „Herbert Dießner Bockwen“ und Dieter Gäbler, unseren Obmann für Naturschutz, die Gelegenheit für die Spendenaktion des Landesjagdverbandes „Eichen für Walda“ zu werben. Insgesamt kamen stolze 370,20 Euro zusammen.

Für das leibliche Wohl sorgten Anbieter der Region. Auch Schmackhaftes vom Wild war dabei. Die Kreativwerkstatt „Steckenpferd“ aus Elsteraue, die HSM Herman Schmidt Metallblasinstrumentenbau aus Klingenthal, die Natur- und Jagdmotivstickerei Erhardt aus Rebesgrün sowie die Walderlebnisscheune Taura des Staatsbetriebes Sachsenforst zogen mit ihren Ständen viele Besucher an.

Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem durch die Stadt Torgau und das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Letzteres stellte Mittel aus der Jagdabgabe bereit.

Abschließend sei nochmals allen Organisatoren, insbesondere auch Arnold Mantz und den Mitgliedern des Jagdverbandes Torgau, für die sehr gute Vorbereitung gedankt.

Die Sachsenjäger
Eröffnung
Großenhainer Jagdhornbläser- nicht nur ein Ohrenschmaus
Kindergruppe Geierswalde- klein aber oho