Weiterbildung

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Weiterbildung

Die ständige Weiterbildung der Jägerschaft ist ein Schwerpunkt der Arbeit eines Landesjagdverbandes. Die EU-Vorschriften zur Wildbrethygiene einschließlich der Verordnungen in Deutschland zu diesem Fachgebiet sowie die neuen Regelungen zum Waffenrecht sind gegenwärtig wichtige Themen in unseren Weiterbildungsangeboten. Fragen des Artenschutzes beim Wild und den anderen wildlebenden Tiere bilden weitere Schwerpunkte einer intensiven Ausbildung. Darüber hinaus werden auch neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft weitergegeben.

Natürlich darf die Jagdpraxis nicht zu kurz kommen, denn auch in diesem Bereich wird sich immer Neues ergeben. Dabei können Erfahrungen eines Jagdbezirks nicht immer verallgemeinert werden.

Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e. V.

GWJV

Mit der Neugründung der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e. V. (GWJF) im Jahre 1991 setzte die Arbeitsgemeinschaft Jagd- und Wildforschung der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR ihre Arbeit unter neuen Bedingungen fort. In den 50-er Jahren gegründet, hatte die AG im Jahre 1966 gerade 25 Mitglieder, von denen heute noch ca. 5 Mitglieder der Wildforschung zur Verfügung stehen. Leiter der AG war Wdg. Prof. Dr. Hans Stubbe, dessen Söhne auch heute noch aktiv in der neuen Gesellschaft wirken. Prof. Dr. Michael Stubbe (Halle) setzt das Erbe seines Vaters als Vorsitzender fort. Den Jägern ist Prof. Dr. Christoph Stubbe (Eberswalde) natürlich durch seine zahlreichen praktischen Forschungen und deren Veröffentlichungen bekannt. Viele Jagdzeitschriften haben ihn als Stammautor, kann er doch aus einem reichhaltigen Fundus seiner Arbeiten schöpfen. Vielen ostdeutschen und besonders den sächsischen Jägern ist auch Siegfried Bruchholz (Rothenburg/Spree) durch seine Arbeiten am Rehwild sowie am Auerwild bekannt. Seine Beträge in „Unsere Jagd“ sind auch für Freunde der Jagd und Nichtjäger besonders beliebt. Die sächsische Jagdwissenschaft wird in hervorragender Weise durch Wdg. Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Schwark (Leipzig) repräsentiert. Sein Organisationstalent stellt er dieser Gesellschaft zur Verfügung und ist auf internationaler Ebene als Tierzüchter und Wildforscher, Buchautor und Richter bekannt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Siegfried Prien (Tharandt) organisierte er die Fortbildung der Praktiker durch wildbiologische Kolloquien in Freital.

Die Arbeitsbedingungen in der Wildforschung hatten durch die solide Basis in den Wildforschungsgebieten einen hohen Stellenwert. Die unter praktischen jagdlichen Bedingungen durchgeführte Forschung war international anerkannt. Daher wurde ein breites Spektrum von Themen bearbeitet, die heute noch Bedeutung für die Hege und Bejagung aufweisen. Die Beiträge zur Jagd- und Wildtierforschung sind für Jäger eine unerschöpfliche Quelle von Fachinformationen zum Wild. Dieses Jahr wird der Band 34 dieser Publikation erscheinen. Die Fachsymposien weisen mitunter spezielle Themenkreise, ergänzend dazu aber auch aus anderen Fachgebieten Beiträge auf. In den letzten Jahren rekrutierten sich die Mitglieder aus vielen Ländern Europas. So konnte die Tagung 2008 erstmals außerhalb Deutschlands, in Graz unter dem Motte- Jagd ohne Grenzen -, stattfinden. Die Mitgliederzahl liegt gegenwärtig bei über 200.

Der Freistaat Sachsen unterstützt über die Jagdabgabe die Herausgabe der Beiträge für Jagd- und Wildforschung, da diese Publikation wesentlich zur Fortbildung der Jägerschaft beiträgt. In der Geschäftsstelle der Gesellschaft sind noch aktuelle Ausgaben bzw. Nachdrucke der ersten Bände vorrätig. Weiterhin ist der Bezug der Beiträge über den Fachbuchhandel möglich. Wer Interesse an einer Mitgliedschaft hat (Jahresbeitrag 30,00 EUR – inkl. ist der Bezug der Beiträge!) kann sich über die Homepage www.wildtierforschung.de informieren. Die Gesellschaft ist in Halle, Domplatz 4, Universität Halle, 06099 Halle, Tel. 0345-5526453 zu erreichen.

Dr. Gert Dittrich
Mitglied der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V.