JV Torgau

Jagdverband Torgau e. V.

Vorsitzender:
Arnold Mantz
Pablo-Neruda-Ring 11
04860 Torgau

Tel.: 03421-906748

Mitteilungen des Jagdverbandes Torgau

Unser Hörnerklang-Wochenende

Bläsergruppe der Jägerschaft Ücker-Randow. Foto: Werner Kunze

Als fester Termin für die Mitglieder des Jagdverbandes Torgau e.V. steht seit nunmehr neun Jahren die Veranstaltung „Hörnerklang am Wendelstein“ immer Anfang August in den Kalendern. Die Organisation mit der Stadt Torgau funktioniert super und wir freuen uns immer sehr auf dieses musikalische Highlight. Ebenso seit neun Jahren immer dabei sind neben dem Torgauer Männerchor auch die Falkenstruther Jagdhornbläser. Da ich nun seit Anfang diesen Jahres mit mehr oder weniger, eher weniger, Erfolg selbst versuche, dem Jagdhorn ein paar Töne zu entlocken und mich deshalb den Falkenstruthern angeschlossen habe, möchte ich dieses Mal über den „Hörnerklang“ aus Sicht der Bläsergruppe berichten.
Los geht die Vorbereitung ja immer schon direkt nach der letzten Veranstaltung. Denn schon da wird überlegt, wen man neben den zwei Lokalmatadoren, dem Männerchor Torgau und den Falkenstruther Bläsern noch einladen könnte. Im vergangenen Jahr sind zwei langjährige Mitglieder der Falkenstruther in den hohen Nordosten der Republik gezogen und haben sich dort einer bestehenden Jagdhornbläsergruppe angeschlossen. Da kam die Idee natürlich bald, nachzufragen, ob diese Gruppe Zeit und Lust und Muse hat, an unserer Veranstaltung teilzunehmen. Der Kontakt war schnell hergestellt und schnell kam auch die Zusage. Es wurden Quartiere organisiert und natürlich wollte man, wie es zwischen Jägern üblich ist, auch zusammen feiern. Und schon war die Zeit ran und am Freitag vor der Veranstaltung kamen rund 25 Bläser und Familienmitglieder der Jagdhornbläsergruppe Ücker-Randow in Torgau an.
Am Freitag war dann auch gleich eine gemeinsame Probe der zwei Bläsergruppen vor dem Wendelstein angesagt. Das Nieselwetter dabei war zwar nicht optimal, aber einen gestandenen Naturburschen kann sowas nicht erschüttern. Es wurde geprobt und geplant und als alles besprochen war, ging es geschlossen in die Jagdhütte des Schützenvereins Beilrode. Dort wurde von Mitgliedern des Jagdverbandes schon der Grill angeheizt und das frisch eingetroffene erzgebirgische Bierfass angestochen. Auch unsere Gäste hatten sich gewaltig ins Zeug gelegt, um diesen Abend mit Essen und Trinken, aber auch mit guter Laune und Musik so richtig zünftig werden zu lassen. Hervorheben möchte ich die musikalische Meisterleistung von Mitgliedern der Gastgruppe, die mit ihren Jagdhörnern einige sogar dazu brachten, das Tanzbein zu schwingen. Das Jagdhornblasen sieht vielleicht einfach aus, ist aber genau das Gegenteil. Meine eigenen Erfahrungen bestätigen dies immer wieder. Hut ab, Jungs! Bis spät in die Nacht wurde gefeiert und schon an diesem Abend über einen Gegenbesuch gesprochen.
Am Samstag konnten unsere Gäste bei einer Stadtführung unser schönes Torgau kennenlernen und danach noch selbst erkunden. Sie waren durchweg begeistert vom Schloss, den Bären, dem Rathaus, der schönen Altstadt usw.
Dann wurde es ernst, der Veranstaltungsbeginn rückte näher und bei allen, Organisatoren wie auch Akteuren, stieg die Spannung und es kam Lampenfieber auf. Am Nachmittag hatten der Jagdverband, der Männerchor und die Stadtverwaltung schon dafür gesorgt, dass Bühne und Besucherstühle ihren Platz im Schlosshof fanden. Jetzt fehlten nur noch die Gäste. Aber eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war kein Sitzplatz mehr zu bekommen. Die Resonanz erfreut uns immer wieder und wir danken allen Gästen, denn auch sie tragen dazu bei, dass der „Hörnerklang“ jedes Mal wieder ein Erfolg wird.
Nach Anmoderation durch Caroline Manthey wurde bei herrlichstem Wetter der erste Block gespielt und die Anspannung legte sich langsam. Es funktionierte alles gut und mit Applaus wurde nicht gespart. Nach einer kurzen Pause wurde dann auch noch der Wendelstein angestrahlt, was dem besonderen Ambiente des Abends noch das i-Tüpfelchen aufsetzte. Krönender Abschluss des Konzertes war die Zugabe der Ücker-Randower Bläser mit ihrem Echoruf. Ein Bläser auf dem Wendelstein, ein Bläser am Eingang zum Schlosshof und die restliche Gruppe neben der eigentlichen Bühne. Ich kriege sogar beim Schreiben nochmal Gänsehaut! Einfach großartig!
Für unsere „After-Show-Party“ hatten wir das „Kreisi“ ausgesucht. Dort wurde dann bei gutem Essen und einem wohlverdienten Bier oder Glas Wein die Veranstaltung und das hinter uns liegende Wochenende ausgewertet. Da der vorherige Abend aber schon lang war und für die Mecklenburger am nächsten Morgen die Heimreise anstand, wurde sich bald verabschiedet und ein besonderes Erlebnis nahm sein Ende.
Ich bedanke mich im Namen der Falkenstruther Jagdhornbläsergruppe und des Jagdverbandes Torgau e.V. bei allen Organisatoren, bei allen Akteuren, bei allen Helfern und natürlich bei allen Gästen für ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung „Hörnerklang am Wendelstein“ und wir freuen uns schon alle auf eine Neuauflage 2017.

Weidmannsheil!

Gerd Kettlitz

Schliefenanlage des JV Torgau

Die Schliefenanlage des JV Torgau e.V. auf dem Schießstandgelände des Schützenvereins Beilrode ist zu erreichen: Auf der B 183 aus Torgau kommend in Richtung Bad Liebenwerda ca. 500 m rechts hinter dem Abzweig Beilrode/Arzberg.

Anmeldung und Terminabsprache bei Wdg. Georg Elis Tel. 03421-717477 oder 01525 9583421

Weidmannsheil!
Gerd Kettlitz

Dritter Jägerstammtisch mit interessanten Inhalten

Jägerstammtisch

Am 24.01. fand unser inzwischen schon dritter Jägerstammtisch in der Jagdhütte des Schützenvereins „Weidmannsheil“ auf dem Schießplatz Beilrode statt. Im Januar 2014 initiiert, ging es uns damals vor allem darum, Informationen und Fachwissen über den Wolf als Wiederkehrer in unsere Region zu bekommen und auszutauschen. Aber auch das Interesse an anderen Themen wie Wildkrankheiten, den leidigen BG-Beiträgen oder der Hundesteuer war unter den Jägern groß, sodass wir schon im vorigen Jahr den Jägerstammtisch ohne festes Thema ausriefen. Das kam gut an und in lockerer Runde wurde über vieles diskutiert.
Auch in diesem Jahr luden wir wieder ein und knapp 30 Jäger folgten unserem Ruf. Als Spezialisten konnten wir wie zu den vorherigen Stammtischen auch den Weidgenossen Winfried Wenzel, ehemaliger Forstmann und langjähriger Vorsitzender der Rotwildhegegemeinschaft „Annaburger Heide“ und die Weidgenossin Dr. Michelle Brauer vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt unseres Landkreises begrüßen.

Jägerstammtisch

Unser Vorsitzender, Weidgenosse Arnold Mantz, eröffnete die Diskussion mit interessanten Fakten zum Thema Greening. Dies sorgte schon zu Beginn für viele Fragen und Hinweise. Weitere Themen waren z.B. die Gülleausbringung und die damit verbundene Bakterienverbreitung, der aktuelle Stand bei der Afrikanischen Schweinepest und Zahlen zur Trichinenuntersuchung auf Landkreisebene. Auch das Thema Großrudelbildung wurde heftig diskutiert. Wie auch die weiterhin undurchsichtige Rechtslage bei den Widersprüchen gegen die Berufsgenossenschaftsbeitragsbescheide.
Einen ganz interessanten Beitrag hörten wir vom Wdg. Wenzel, der sich mit der Entwicklung der Muffelwildbestände befasste. Es konnte nachgewiesen werden, dass für den drastischen Rückgang nicht nur der Wolf, sondern vor allem ein extremer Vitamin B1-Mangel verantwortlich ist, der diese Wildart schon über Jahre reduziert. Als Fazit freut sich der Vorstand des JV Torgau e.V. über das Interesse der Jäger an dem Stammtisch und bedankt sich bei allen Organisatoren, den Teilnehmern und der „Wirtin“ Dorit für die gelungene Veranstaltung. Als nächstes Highlight steht unsere Jahreshauptversammlung am 21.02. am gleichen Ort an. Und wir stecken schon in den Vorbereitungen zum diesjährigen Landeserntedankfest, welches vom 16. bis 18.09. in Torgau stattfindet.
Weidmannsheil!

Gerd Kettlitz
Jagdverband Torgau e.V.
Obmann für Öffentlichkeitsarbeit

Bilder: Torgauer Zeitung vom 25.01.2016

„Hörnerklang am Wendelstein“ ist zu einem echten Magneten geworden

Vor nunmehr acht Jahren holte sich der Jagdverband Torgau e.V. die Stadtverwaltung Torgau mit ins Boot, um seine Idee in die Tat umzusetzen, den Menschen das jagdliche Brauchtum, seine Geschichte und seine Bedeutung in heutiger Zeit, musikalisch nahe zu bringen. Der „Hörnerklang am Wendelstein“ war geboren. Unser Vorsitzender Wdg. Arnold Mantz und Dr. Michael Reiniger von der Stadtverwaltung sind dabei die sprichwörtlichen Zugpferde.

Schon die erste Veranstaltung damals war ein echter Erfolg und mit jedem Jahr stiegen die Besucherzahlen an. In diesem Jahr war der „Hörnerklang“ etwas ganz Besonderes, denn nach zwei Jahren durch Baugerüste verhüllt, bot der restaurierte Wendelstein von Schloss Hartenfels eine beeindruckende und wunderschöne Kulisse. Als Akteure dieses hochwertigen Musikerlebnisses konnten die Lokalmatadore, unsere Falkenstruther Jagdhornbläser und der Torgauer Männerchor, sowie die Jagd-& Parforcehorngruppe Taucha und das Blechbläserquartett Dresden begrüßt werden. Moderiert wurde wie schon in den vergangenen Jahren von der charmanten Caroline Manthey, die als weiteren Gast unsere aktuelle Sächsische Waldkönigin Saskia I. vorstellte. Die Beiden waren neben dem Wendelstein und den Kostümen bzw. Uniformen der Musiker ein weiterer echter Hingucker. Für das leibliche Wohl sorgte das Team der Gaststätte „Herr Käthe“.

Eröffnet wurde das Programm von den beiden Jagdhornbläsergruppen, wobei die hervorragende Akustik im Schlosshof voll zur Geltung kam. Gänsehaut pur war angesagt! Als nächstes zeigte der Männerchor mit klangvollen Titeln sein Können. Ergänzt wurde das Repertoire durch die Profis des Blechbläserquartetts.

Nach der Pause, in der es langsam dunkel wurde, konnte sich garantiert keiner mehr dem Zauber dieser herrlichen „Location“ entziehen. Der beleuchtete Wendelstein mit der Bühne davor kam beim Publikum fantastisch an.

Das Finale mit allen Musikern rundete einen wunderschönen und kulturell hochwertigen Abend ab. Ein Highlight war dabei der „Jägerchor“ von Carl Maria von Weber, wobei der Männerchor Torgau vom Blechbläserquartett Dresden begleitet wurde. Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung spielten die vier Dresdner noch locker einige Swing- und Jazztitel, wobei sogar das eine oder andere Tanzbein geschwungen wurde.

Über 500 Zuschauer waren auf dem Heimweg voll von Lob und kommen im nächsten Jahr garantiert wieder. Durch die Ausstellung „Luther und die Fürsten“ im Schloss Hartenfels, die noch bis 31.10. anzuschauen ist, waren auch Touristen rein zufällig in Torgau und wurden Zeuge unserer Veranstaltung. Sie waren total begeistert davon, was in einer so kleinen Stadt alles geboten wird. Der Eintrittspreis von zwei Euro pro Person wird wie in jedem Jahr der Torgauer Bärenstiftung gespendet. Seit einigen Wochen hat das Schloss zwei junge Bären, die jede Unterstützung brauchen. Im Namen des Jagdverbandes und der Stadtverwaltung Torgau bedanke ich mich bei allen Mitwirkenden für diesen gelungenen Abend und freue mich schon auf die Fortführung im nächsten Jahr.

Weidmannsheil!

Gerd Kettlitz

Jährliches Vereinstreffen

Auch in diesem Jahr trafen sich ca. 20 Vertreter der Torgauer Umweltverbände NABU und BUND und des Torgauer Jagdverbandes zum sommerlichen Erfahrungsaustausch. Er fand wieder in der Scheune des Vorsitzenden des Jagdverbandes, Wdg. Arnold Mantz, in Döbern statt.

Nach der Stärkung mit leckerem NABU-Streuselkuchen aus dem Lehmbackofen des Biberhofes, hatte Herr Mantz eine kleine naturkundliche Exkursion organisiert. Timo Grieser, Revierleiter beim Sachsenforst, führte uns zu einer in der Presse schon mehrfach erwähnten umfangreichen Schwarzpappelpflanzung auf 0,4 ha und erläuterte vor Ort Hintergründe und Ziel des interessanten Pilotprojektes. Die Schwarzpappel gehört zu den typischen Auegehölzen und ist nur noch mit 591 Exemplaren in Sachsen an der Elbe vertreten. Wie auch zahlreiche andere Altgehölze der Elbaue ist ein geringes Verjüngungspotential und weitgehende Überalterung in Verbindung mit abnehmender Vitalität zu verzeichnen. Das Projekt soll dazu beitragen, den gefährdeten Bestand zu verbessern und läuft als reine Naturschutzmaßnahme ohne geplanten späteren Holzeinschlag. Für die aufwändige Pflanzung in der Elbaue mussten geeignete Standorte mit artgerechter Bodenbeschaffenheit gefunden werden, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Der gegenwärtige Zustand der prächtig entwickelten bis zwei m großen 320 Setzlinge, bestätigte die richtige Wahl. Sie wurden in der landeseigenen Baumschule Graupa aufgezogen und durch vier Waldarbeiter in den Boden gebracht. Für den Schutz gegen Wildschäden sorgen drei verschiedene Einzelschutzvarianten. Die Trockenheit stellte ein hohes Gefährdungspotential dar, forderte aber nur geringe Verluste. Die Ausfälle werden im kommenden Jahr ersetzt. Nun hoffen wir, dass das Pilotprojekt gelingt und weitere Projekte am gesamten Lauf der Elbe länderübergreifend folgen, um in der ausgeräumten Elbaue wieder Lebensräume für eine biologische Vielfalt zu schaffen.

Nach dieser interessanten Exkursion war eine gute Grundlage für die abschließende Diskussionsrunde in der Scheune geschaffen. Für die entsprechende Stärkung sorgten der Jagdverband und der BUND. Danke der Fam. Mantz für die aufwändige Vorbereitung, sowie Herrn Grieser als Vertreter des Sachsenforst für die Umsetzung und Vorstellung dieses nachhaltigen Pilotprojektes.

Karin Noack, BUND

Gerd Kettlitz, Jagdverband Torgau e.V.

Jagdverband Torgau im Internet

Ab sofort ist der JV Torgau e.V. mit einer eigenen Webseite im Internet vertreten. Unter www.jvtorgau.de gibt es aktuelle Informationen für Naturfreunde und Jäger, speziell aber für die Mitglieder des Verbandes. Gerd Kettlitz als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit ist für die Gestaltung verantwortlich. Er bittet alle Mitglieder aktiv dabei mitzuarbeiten, und ihm die aktuellen E-Mail-Adressen zu senden, um einen schnellen Informationsfluß zu bekommen. Er ist zu erreichen unter 0173-3802195.

Gerd Kettlitz

Nutzung der Schliefenanlage

Der JV Torgau e. V. verfügt über eine voll einsatzbereite Schliefenanlage auf dem Schießstandgelände des Schützenvereins Beilrode. Zu erreichen ist diese auf der B 183 aus Torgau kommend in Richtung Bad Liebenwerda ca. 500 m rechts hinter dem Abzweig Beilrode/Arzberg. Verantwortlicher ist der Weidgenosse Georg Elis, Dorfstraße 13, 04860 Graditz, Tel. 03421-717477. Er bittet um rechtzeitige Anmeldung und Terminabsprache.

Gerd Kettlitz