JV Niederschlesische Oberlausitz

Jagdverband Niederschlesische Oberlausitz e. V.

Vorsitzender:
Hans-Dietmar Dohrmann
Am Sonnenhügel 3
02929 Rothenburg O/L

Tel.: 035891-40220
E-Mail

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Mitteilungen des Jagdverbandes Niederschlesische Oberlausitz

Weiterbildung

Referent Dr. Konstantin Börner informiert über die Schwarzwildbewirtschaftung (Foto: Wulf Stibenz)

Der Jagdverband Niederschlesische Oberlausitz bietet nach der Neuwahl des Vorstandes im Frühjahr 2016 seinen Mitgliedern aus der Region künftig zwei Veranstaltungen im Jahr an, die neben der Diskussion über aktuelle jagdpolitische Entwicklungen auch immer spannende Fachvorträge im Programm haben werden.

Die erste Verbandsveranstaltung dieser Art fand am 28.10.2016 statt. Zuerst informierte der neue Vorstandsvorsitzende des JV Niederschlesische Oberlausitz, Hans-Dietmar Dohrmann, die 56 Teilnehmer über die Aktivitäten und Positionen des Verbands. Er warb unter anderem dafür, sich am Wolfsmonitoring der Jägerschaft in der Oberlausitz zu beteiligen, die vom Mitglied der Arbeitsgruppe Wolf, Christian Berndt, initiiert wurde. So bietet der JV Niederschlesische Oberlausitz Jägern die Möglichkeit, Sichtungen von Wölfen schnell auswerten zu können. Wie die Weidgenossen Hans-Dietmar Dohrmann und Christian Berndt betonten, unterliegen die Meldungen dem Datenschutz und werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Vorsitzende des JV Niederschlesische Oberlausitz, WG Dohrmann, begründete die Empfehlung: „Wir alle wissen, dass viele Berichte über den Wolfsbestand nicht zeitnah sind und zudem von unseren Beobachtungen weit abweichen.” Der JV Niederschlesische Oberlausitz unterstützt deshalb die Bestrebungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Jagdverbände anderer Bundesländer, durch Meldungen von Wolfssichtungen die Öffentlichkeit und die Politiker stärker für die Entwicklung der Wolfspopulation in Ostsachsen zu sensibilisieren und darüber aus Sicht der Jäger zu informieren. WG Christian Berndt: „Wir möchten Daten sammeln, um die gefühlt höhere Wolfsdichte gegenüber den verbreiteten Zahlen wildbiologischer Institutionen belegen zu können.” Vor allem die Meldungen mit Foto- und Filmnachweisen seien dabei zielführend. Aufgrund der großen Aktionsräume der Wölfe reiche zudem die Angabe der Reviernummer für die Zuordnung einer Meldung aus.

Neben der Wolfsthematik bewegt derzeit die Jägerschaft auch das Thema Schwarzwildpopulation. Der Vorstand des JV Niederschlesische Oberlausitz startete deshalb im Oktober 2016 mit diesem Thema seine neue Veranstaltungsreihe für Jäger und Jagdinteressierte. Der Fachvortag „Schwarzwildbewirtschaftung im Lichte neuer wildbiologischer Erkenntnisse“ war höchst professionell aufgebaut, sehr inhaltsreich und gut präsentiert durch Referent Dr. Konstantin Börner. Die Thematik Wildschweinbejagung und Diskussion über angepasste weidmännische Jagdmethoden kam bei den Zuhörern sehr gut an. Herr Dr. Börner verdeutlichte die Notwendigkeit des wildbiologischen und weidmännischen Umdenkens aufgrund der hohen Schwarzwild-Reproduktionsraten (75 % aller Frischlingsbachen beteiligen sich schon daran). Da über der Jägerschaft das Damoklesschwert der „afrikanischen Schweinepest” insbesondere im Osten des Freistaates schwebt, stehen auch die altbekannten Regeln des Weidwerks zur Disposition. So sorgte insbesondere das Kapitel „Mythos Leitbache“ für lebhafte Diskussionen, da der Referent dafür warb, Zuwachsträger und Erfahrungsträger rigoroser zu entnehmen. Unbenommen davon bleibe der Grundsatz, dass die Entnahme nicht um jeden Preis erfolgen dürfe – und keine führenden Bachen mit gestreiften Frischlingen erlegt werden.

Auch das Interesse der Medien an jagdlichen Themen nimmt in der ostsächsischen Region zu. Nachdem JV-Mitglied Christian Berndt über das beginnende koordinierte Wolfsmonitoring durch die Jägerschaft im Mitteldeutschen Rundfunk informiert hatte, ist auch beim Fachvortrag zur Schwarzwildbejagung eine Vertreterin des mdr-Rundfunks dabei gewesen. Zudem haben mehrere regionale Medien die neue Veranstaltungsreihe des JV Niederschlesische Oberlausitz angekündigt und so auch für eine bunte Mischung bei den Teilnehmern gesorgt.

Der JV Niederschlesische Oberlausitz bietet künftig zwei Mal im Jahr Versammlungen an Freitagabenden an, die zugleich Fachvorträge beinhalten. Das weitere Programm des JV Niederschlesische Oberlausitz sieht neben dem Verbandsschießen am 11.3.2017, am 7.4.2017 den Jägertag in Niesky (wieder mit einem Fachvortrag) vor. Um möglichst vielen Jägern die Teilnahme zu ermöglichen, findet der Jägertag erstmals an einem Freitagabend (ab 18 Uhr) statt. Neben den Mitgliedern des JV Niederschlesische Oberlausitz werden Fachleute, Medien, Vertreter der Jagd-, Forst- und Kreisbehörden, Politiker und Vertreter anderer Jägervereinigungen eingeladen.
Weitere Informationen zu Jagdpolitik und Aktivitäten des JV Niederschlesische Oberlausitz und des Jagdverbandes Niederschlesischer Oberlausitz sind unter www.jagdimkreisgoerlitz.de zu finden.

Wulf Stibenz
JV Niederschlesische Oberlausitz – Öffentlichkeitsarbeit

20. Hüttenpokal des Hegeringes Uhyster Heide- und Teichlandschaft

Am 13. August 2016 fand das traditionelle Pokalschießen um den Hüttenpokal des Hegeringes Uhyster-Heide- und Teichlandschaft auf dem Schießstand Weigersdorf statt. Mit 40 Teilnehmern war es ein gut besuchtes Treffen von Jägern, Hegern, Jagdhelfern und Jagdhelfer-Anglern. Die einzelnen Mannschaften zählten vier Schützen, von denen nur die drei “besseren” in die Wertung kamen. Beispielhaft und nachahmungswert ist es, dass Jagdhelfer und angehende Jagdhelfer(Angler) mit zu diesem sportlich-vergnüglichem Wettkampf eingeladen und beteiligt wurden. Die Sicherheit war oberstes Gebot, die Ernsthaftigkeit in der Zielstrebigkeit gute Ergebnisse zu erzielen, jedem im Gesicht abzulesen aber auch die Fröhlichkeit und Ungezwungenheit bei Fehlschüssen war zu sehen.
Die Disziplinen waren Laufender Keiler 5 Schuss und Wurftaube, 10 Tauben Einzel und 5 Tauben Doppel. Mit der einzelnen entsprechenden Wertung bekamen die Mannschaften ihre Punkte gutgeschrieben und auch die Einzelwertung wurde ausgewiesen.

Mannschaft:
1. Platz: JG Niesky , 257 Punkte (Nowke, Altmann, Krautschik, Berndt)
2. Platz: JG Commerau , 213 Punkte (Schneider, Laschinsky, Böhmer, Lodny)
3. Platz: Uhyst 1, 196 Punkte (Frieske, Brunsch, Schlachte, Müller)

In den einzelnen Mannschaften wurden Jagdhelferanwärter mit aufgenommen und am Wettkampf beteiligt.

Einzelplatzierung:
1. Altmann Roland
2. Nowke, Dieter
3. Schneider, Uli
4. Bürdel, Renè
5. Schlachte, Frank
6. Berndt, Christian
7. Schütze, Steffen
8. Petrick, Steffen
9. Böhmer, Willi
10. Frieske, Christian.

Durch den dreimaligen Gewinn des Hüttenpokals konnte die JG Niesky diesen endgültig in Empfang nehmen.
Die 10 ersten Schützen haben noch auf eine Ehrenscheibe einen Schuss mit dem KK-Gewehr abgeben müssen. Im Stechen hat der Weidgenosse Altmann Roland die Ehrenscheibe in Empfang nehmen können.
Für alle Teilnehmer klang der Hüttenpokal an der Jagdhütte in den Uhyster Teichen für Leib und Magen stimmungsvoll aus. Jeder Teilnehmer konnte im Losverfahren einen Preis mit nach Hause nehmen. Dank den Sponsoren zum lebenden Kaninchen, Fischgutscheinen, Schrotmunition, Arbeitsschutzmaterial und weiteren kulinarischen Erzeugnissen.
Dem Hegeringleiter WG. Frank Brunsch und Wg. Rainer Pietsch vielen Dank für die Vorbereitung und Durchführung dieses in jedem Jahr Höhepunkt des HR-Lebens.
Bis zum nächsten Jahr sagen alle Beteiligten!

Christian Berndt