JV Großenhain

Jagdverband Großenhain e. V.

Vorsitzender:

Jörg Köhler
Schulstraße 35
01558 Großenhain

Tel.: 03522-503165

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Mitteilungen des Jagdverbandes Großenhain

Großenhainer Jäger locken nach Zabeltitz

“Zum 18. Mal organisierte der Jagdverband Großenhain ein Hubertusfest. Hubertus gilt als Schutzpatron der Jäger. Mehrere hundert Besucher aus der gesamten Region nutzten das sehr gute Spätsommerwetter und nahmen an der Veranstaltung rund um das Zabeltitzer Schloss und Palais teil.
Neben Vorführungen von Jagdhunden und Falknern wurde viele Interessantes rund um die Jagd und den Wald angeboten. Für Kinder waren die zahlreichen Angebote besonders spannend.”

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(Quelle: Riesa.tv)

Ein Halali auf den Wettergott- Das Zabeltitzer Hubertusfest zog bei strahlender Altweibersommersonne wieder Tausende Besucher an.

von Manfred Müller

Zabeltitz. Großenhains Jäger sind zu beneiden: Noch nie standen die Hubertusjünger bei ihrer traditionellen Herbst-Feier im Regen. Die fand immerhin zum 18. Mal statt. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Waidgenossen nicht am 3. November, dem eigentlichen Hubertustag, nach Zabeltitz einladen, sondern bereits im Frühherbst. Auch gestern zog es bei sonnigem Altweibersommerwetter Tausende Besucher in die Röderaue.
Mit dem Hubertusfest erinnern die Zabeltitzer an die Zeit vor 400 Jahren, als die sächsischen Kurfürsten im Ort noch große Jagdlager abhielten. Besonders Christian I. und Christian II. haben diese Tradition begründet. Die beiden Fürsten waren es auch, die 1588 bis 1598 das prachtvolle Stallgebäude errichten ließen, das heute als Schloss bezeichnet wird. Passend zum geschichtsträchtigen Gemäuer traten zur Festeröffnung die Tauchaer Parforcehornbläser auf. Ihre farbenfrohe Uniform ist keine Fantasiekleidung, sondern dem Gewand der kursächsischen Jäger aus der Zeit Augustes des Starken nachempfunden. Die Vorlage dafür fanden die Bläser als Dekor auf Meißner Porzellan. Dazu bläst die gelbberockte Truppe noch in historische Hörner ohne Ventile. Es dauert Jahre, bis man die Technik perfekt beherrscht.
Die Jagdhornbläser sind quasi der kulturelle Kitt, der das Zabeltitzer Hubertusfest zusammenhält. Neben den Tauchaern waren Ensembles aus Bockwen, Gröditz und Zwickau zu hören. Und die Großenhainer, die u. a. mit der Hegewald-Fanfare, dem Waidmannsheil und dem Hubertusmarsch für Stimmung sorgten. Die 15-köpfige Truppe besteht nur zur Hälfte aus aktiven Jägern, aber allen gemeinsam ist die Liebe zum jagdlichen Brauchtum. Hornblasen war ursprünglich nicht zur kulturellen Umrahmung der Jagd gedacht, sondern zur Verständigung der Jäger untereinander. Quasi das, was heute Sprechfunkgerät oder Handy ist. Je nach Region und Instrument gibt es bis zu 120 Signale. Heute treten die Bläser nur noch zu Beginn oder zum Ende einer Jagd in Erscheinung. Oder bei diversen Veranstaltungen und Festen der Grünröcke. Dafür hat sich das Repertoire stark erweitert. „Heute spielt man auch mal eine Polka, ein Volkslied, einen Marsch oder sogar ein konzertantes Musikstück“, erklärt Bernd Brockwitz, der Chef der Großenhainer Jagdhornbläser. Vor zwei Jahren schaffte es seine Truppe sogar auf Platz zwei beim sächsischen Landesausscheid. Sorgen bereitet dem passionierten Jagdhornbläser allerdings die Nachwuchs-Strecke. „Wir würden uns freuen“, sagt er, „wenn sich wieder mal ein paar junge Leute für dieses schöne Instrument interessieren würden.“
Der traditionelle Trophäen-Stand im Schlosssaal wurde diesmal von der Thiendorfer Hegegemeinschaft bestückt. Und die hat wirklich schöne Gehörne vorzuweisen. Allen voran ein Vierzehn-Ender, gestreckt im Dezember vorigen Jahres von Ronny Schuricht. „Vor zehn Jahren hätte niemand gedacht, dass bei uns so kapitale Trophäenträger heranwachsen“, sagt sein Hegering-Kollege Ronny Richter. Die Thiendorfer profitieren dabei von ihrer zum Schutzgebiet erklärten Königsbrücker Heide. Die dortige Population breitet sich in die angrenzenden Jagdreviere aus, wobei im Westen die Autobahn eine Grenzlinie bildet. Auch der Naturschutz ist beim Zabeltitzer Hubertusfest vertreten – in Form einer Fotoausstellung. Der Zabeltitzer Alf Terpe hat das Leben der Eisvögel in der Röderaue dokumentiert. „Man glaubt ja immer, Eisvögel würden sich nur von kleinen Fischen ernähren, aber stimmt nicht“, erzählt er. Zum Beweis zeigt er auf einen der schillernden kleinen Jäger, der einen jungen Molch im Schnabel hält. Die Eisvögel haben sich in der Region in den vergangenen Jahren erfreulich gut gehalten. „Das liegt an den milden Wintern“, erklärt Terpe. Sobald aber die Teiche und Flussläufe in der kalten Jahreszeit zufrieren, würden viele der Tiere verhungern. Die einzigen, die arg mit dem Wetter hadern, sind die Großenhainer Pilzfreunde. Statt der üblichen 150 Sorten haben sie in diesem Jahr für ihre Ausstellung nur etwa 100 gefunden.

(Sächsische Zeitung 26.09.2016)

Impressionen des Hubertusfestes Zabeltitz am 25.09.2016

Fotos: LJVSN

18. Hubertusfest

Am 25. September 2016 findet in Zabeltitz das 18. Hubertusfest mit Bläsertreffen statt. Auf dem Programm stehen neben dem Jagdhornbläsertreffen eine Trophäenschau des JV Großenhain, Präsentation historischer Jagdwaffen, Pilzausstellung, Ausstellung von Tierpräparaten, Falkner- und Hundevorführung und vieles mehr.

Der Vorstand

Offener Jägertag am 27. Mai 2016 des Jagdverbandes Großenhain e.V.

Eröffnung des Jägertages durch die Großenhainer Bläsergruppe

Nach dem Bläsergruß der Bläsergruppe des JV Großenhain eröffnete unsere wohl jüngste Hegeringleiterin im Landesverband Sachsen, Wdgn. Elisa Melchert den Jägertag.
Der Jägertag war nicht nur ein Rückblick auf das Jahr 2015, sondern war gleichzeitig eine Weiterbildungsveranstaltung für alle Jäger und Jägerinnen und war umrahmt von einer Hegeschau.
Die Tagesordnung wurde einstimmig von den 47 anwesenden Jägerinnen und Jägern angenommen und Wdgn. Melchert waltete professionell ihres Amtes als Versammlungsleiterin.
Der Bericht des Vorsitzenden, Wdg. Jörg Köhler, zeichnete das Bild eines doch recht erfolgreichen vergangenen Jahres. Deutlich zum Ausdruck kam, dass die Erfolge, die geleistete Arbeit, besonders in der Öffentlichkeitsarbeit nur unter Einbeziehung aller Hegeringe des JV Großenhain und somit eines breiten Teils der Jägerschaft erreicht werden können. So wurden z. B. Vorträge über die Jagd, speziell im Territorium des JV Großenhain bei den Jagdgenossenschaften, in Seniorenheimen und Schulen gehalten und als besonderen Höhepunkt war auch 2015 das Hubertusfest in Zabeltitz. Gilt es doch gerade in der Öffentlichkeit Jagd mit der Bevölkerung gemeinsam zu erleben. So wird 25.9.2016 das schon traditionelle Hubertusfest wieder stattfinden.
Der JV Großenhain hat auch die Initiative des DJV “Gemeinsam Jagd erleben” aufgegriffen und wird am 24.9 2016 einen solchen Tag durchführen und der Verband wünscht sich ein reges Interesse der Bevölkerung, die Jägerschaft ist jedenfalls auf diesen Tag vorbereitet. Alle Maßnahmen und Veranstaltungen dienen auch der Gewinnung von neuen Mitgliedern für den Jagdverband und dabei ist auch recht erfolgreich die Jagdschule des JV eingebunden.
Weiterhin ist am 4.2.2017 ein gemeinsamer Fuchsansitz und am 15.4.2017 ein Revierreinigungstag geplant.
Im Anschluss an den offiziellen Teil des Jägertages begann der Fachvortrag “Erntejagd – Bewegungsjagd” von Revierjagdmeister Dietrich Schröder. Anschaulich und mit sich bewegenden Bildern wurde dieses durchaus ernsthafte und nicht zu unterschätzendes Thema in der Jagd behandelt.
Als Gast konnte der Jägertag auch die Amtsleiterin vom Ordnungsamt des Landratsamtes Meißen, Frau Korsowski, begrüßen. Auch sie zeigte sich beeindruckt von den Leistungen des JV und vor allem aber von den Weiterbildungsmaßnahmen die zum Bestandteil der Arbeit in der Jägerschaft gehören.
Der offene Jägertag hatte wie die Jahre zuvor auch wieder eine Hegeschau organisiert. In der durchgeführten Bewertung der Trophäen konnte der Vorsitzende auch Medaillen an Weidgenossen überreichen.
Am Rande der Hegeschau war zu bemerken, dass die Hegeschau zum Leben eines Jagdverbandes gehört, wobei man sich über Strecken aber auch zu Themen des Wildbestandes, der Biotope und des Lebensraumes unserer einheimischen Tierwelt unterhalten und austauschen kann.
Mit einem gemeinsamen Essen ging der offene Jägertag des JV Großenhain e.V. mit dem Fazit eines gelungenen Jägertages mit einem zuversichtlichen Ausblick für die Jagd im JV Großenhain e.V.

Weidmannsheil
Peter Vogt
Präsidiumsmitglied

Hubertusfest Zabeltitz

Hubertusfest Zabeltitz

Hubertusfest ZabeltitzAm 27.09.15 fand das 17. Hubertusfest im Barockpark Zabeltitz statt. Traditionell bei bestem Wetter trafen sich 2500 Zuschauer rund um die Jagd und Natur. Die Hegeringe stellten ihre Arbeit und Trophäen vor. Neben Gottesdienst mit Bläsern, Salutschießen, Einzug der Jagdgesellschaft zu Pferde mit Falknern und Hundeführern, forstkundlicher Wanderung und Pilzausstellung konnten sich die Jäger bei Fachvorträgen weiterbilden. Heike Schuhmacher erläuterte die Randbedingungen bei Nachsuchen in Wolfsgebieten und Dr. Biereder informierte über die aktuelle Seuchensituation. Herzlichen Dank an das Team der Fa. Jägermeister, so war kein Thema für Interessierte zu trocken. Erstmalig konnten wir eine historische Waffensammlung von Lothar Gärtner aus Dresden vorstellen. Teil der Ausstellung unter anderem war ein Hirschfänger aus dem 18. Jahrhundert, der dem Leibjäger am Kaiserhof in Wien gehörte.

Peter Palm

Revierreinigung

Revierreinigungstag

Jeden Jäger stören illegale Müllablagerungen in seinem Revier. Am 26. April 2014 führte der Jagdverband Großenhain seinen ersten gemeinsamen Revierbegang und Reinigungstag durch. Eingeladen waren alle Jagdvorstände, Familienmitglieder und Freunde der Natur. Die aufgesammelten „Rester“ bestehend aus Altreifen, Folien, Teppichen und Farbeimern wurden durch die Jakob & Naumann Umweltdienste GmbH fachgerecht entsorgt.

Jagd ist eben Naturschutz!

Der Vorstand

Lernort Natur im Ganztagsangebot praktiziert

Seit Einführung der Ganztagsbetreuung (GTA) am Werner-von -Siemens-Gymnasium in Großenhain vor etwa vier Jahren besteht für natur- und jagdlich interessierte Schüler der Klassen 5 – 8 die Möglichkeit zur Teilnahme am GTA-Angebot „Natur und Jagd“, welche sich inhaltlich mit dem vom DJV initiierten „Lernort Natur“ vergleichen lässt. Dieses außerunterrichtliche Angebot versteht sich als Ergänzung zum Biologieunterricht unter dem besonderen Blickpunkt der Rolle des Menschen in der Natur, speziell durch Einflüsse über die Jagd.

Die Realisierung dieses Projektes gewinnt durch Revierexkursionen, Ansitzabend(-e) und Besuche in öffentlichen Einrichtungen (thematische Exkursionen und Stangensammeln im Wildgehege Moritzburg, thematische Führungen im Jagdschloss Moritzburg) an Lebendigkeit und Praxisnähe. Weiterhin ergibt sich hier die Möglichkeit, die Teilnehmer mit traditionellem jagdlichem Brauchtum, zum Beispiel dem Jagdhornblasen, vertraut zu machen. So konnten Teilnehmer aus der GTA-Gruppe ihr Können zu einer Veranstaltung des regionalen Lions-Club zum Thema „Wolf“ vorführen.

Voraussetzung zu erfolg- und vor allem erlebnisreichen Umsetzung dieses GTA-Projekts ist dabei die planerische Unterstützung durch die Schulen, die „logistische Mithilfe“ (Schülertransport) durch die Eltern und deren Einsicht in außergewöhnliche Exkursionsformen sowie der Beistand von erfahrenen Weidgenossen bei der Vermittlung jagdlicher Spezifika, wie zum Beispiel dem Jagdhornblasen.

Jörg Köhler
Vorsitzender