KJV Bautzen

Kreisjagdverband Bautzen e. V.

Gutshof 7
02694 Malschwitz

Vorsitzender:

Lothar Jentschel
Tel.: 03591-272554

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Mitteilungen des Kreisjagdverbandes Bautzen

Erfolgreiche Sauenbejagung im Mais mit Stöberhunden

Auftakt zur Maisdrückjagd in Cunewalde (Foto: R. Bergmann)

Ein vorbildhaftes Beispiel für eine erfolgreiche Sauenbejagung im Mais unter Einsatz von Stöberhundegruppen lieferten die Jäger des Hegeringes Cunewalde am 3. September 2017.
Die Eröffnung des Jagdtages erfolgte durch den Jagdherrn Herrn Manfred Ressel auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes Neumann GbR, dessen bewirtschaftete Fläche es zu bejagen galt. Beim Anblick der morgendlichen Jagdgesellschaft wurde schnell klar – gemeinsam gehen hier die ansässigen Jäger zusammen mit dem Landwirt als Flächeneigentümer einen neuen Weg der Schwarzwildbejagung. Im Mittelpunkt standen dabei die vierbeinigen Jagdhelfer in Form der Stöberhundegruppen rund um Markus Handschuh aus Coswig und Doreen Klaus aus Radeburg. Mit knapp 20 Stöberhunden reisten die Hundeführer aus dem Landkreis Meißen an, um die ca. 30 Cunewäldner Jäger, Jagdgäste und Jagdhelfer zu unterstützen. Die sonst üblich durchgeführte Bejagung zum Zeitpunkt der Ernte wurde nun erstmals in Form einer Maisdrückjagd geplant.

Jagdherr Manfred Ressel (Bildmitte) mit den Hundeführern aus dem Landkreis Meißen nach der erfolgreichen Maisdrückjagd in Cunewalde (Foto: F. Schmidt)

Nach erfolgter Sicherheitsbelehrung durch den Jagdherrn und dem obligatorischem Weidmannsheil setzten sich zuerst die Jagdschützen ab, um sich entlang der Feldkanten des ca. 20 ha großen Maisschlages am Fuße des Czornebohs zu positionieren. Hier leisteten die örtlichen Jäger im Vorfeld eine einwandfreie Vorbereitung der Jagd, so dass jeder Schütze seinen Stand auf einer jagdlichen Einrichtung beziehen konnte. Sicherheit bei der Jagd steht vor dem Jagderfolg und dies galt auch für die vierbeinigen Helfer. So waren die Stöberhunde (überwiegende Kombination aus Bracken und verschiedenen Terriern) mit Warnwesten und GPS-Ortungsgeräten im Einsatz. Nachdem alle Jagdschützen positioniert waren, begann die Arbeit der Stöberhunde, welche mit Ihren Hundeführern in dem mittlerweile über 2 m hohen Mais eintauchten. Im zu durchdrückenden Maisschlag wurden im Vorfeld zwei Bejagungsschneisen angelegt.

Am Ende des ersten Treibens am Vormittag lagen bereits 7 Stück Schwarzwild sowie 1 Marderhund auf der Strecke. Nach dem Mittagessen auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes Neumann erfolgte ein zweites Durchdrücken des gleichen Maisschlages, so dass 5 weitere Sauen gestreckt werden konnten. Die Stöberhunde leisteten eine souveräne und erfahrene Arbeit – die zugehörigen Hundeführer schlugen sich engagiert durch den v.a. am Nachmittag sehr nassen Mais. Die Schützen warteten konzentriert auf die ausbrechenden Sauen und konnten sich am Ende über eine Strecke von insgesamt 12 Stücken Schwarzwild freuen.

Schwarzwildstrecke nach dem ersten Treiben am Vormittag (Foto: R. Bergmann)

Die sommerliche Bejagung im Mais ist eine der effektivsten Methoden der Schwarzwild-Schadensbegrenzung. Gleichzeitig stellt diese Jagdform jedoch auch die höchsten Anforderungen an Sicherheitsmaßnahmen vor und während der Jagd. Auch hier wurden die Cunewäldner Jäger mit viel Engagement im Vorfeld allen Anforderungen gerecht. Der reibungslose, unfallfreie und zudem gesellige Jagdverlauf wird noch lange in den Köpfen aller Beteiligten bleiben.

Nicht nur vor dem Hintergrund der Wildschadensverhütung , sondern aktuell v.a. auch anlässlich der bestehenden Ausbreitungsgefahr der Afrikanischen Schweinepest leisteten alle Beteiligten mit diesem Jagdtag in Cunewalde einen wertvollen Beitrag.

Franziska Schmidt
Geschäftsstelle LJVSN

 

Weitere Informationen zum Seminar für Jagdhornbläser finden Sie hier.

Bilanz und Ausblick nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit 9. April 2016

Landrat Michael Harig (CDU) überbringt die Grüße und Glückwünsche der Kreisverwaltungzum 25. Jägertag (Foto: Prof. Dr. Rost)

Herzlich begrüßt durch die Jagdhornbläsergruppe „Lausitzer Hörnergruß“, den Vorsitzenden des KJV Bautzen Lothar Jentschel: Der Oberbürgermeister der Stadt Bischofswerda Prof. Dr. Holm Große, der mit seinem Grußwort diesen bedeutenden Tag auf dem „Butterberg“ Bischofswerda eröffnete. Der Landrat der Landkreises Bautzen Michael Harig (CDU) wurde später ebenso herzlich willkommen geheißen.
Der Stadt Bischofswerda gehören 345 ha Wald – schon daraus resultieren der Dank an Jäger, Natur- und Umweltschützer, die diese „grüne Lunge“ der Stadt mit erhalten und pflegen.
25 Jahre Jagdverband Bautzen – Lothar Jentschel konnte auf beeindruckende Leistungen verweisen, so u. a. auf eine breite Jungjägerausbildung, wo in diesen Jahren ca. 1000 Prüflingen antraten. 90 % absolvierten die Ausbildung erfolgreich.
Namhafte Jagdhornbläsergruppen, wie Gaußig, Wilthen und „Lausitzer Hörnergruß“ absolvierten allein im Jahre 2015 35 Auftritte. Das Projekt „Artenreiche Agrarlandschaft“, die Arbeit mit dem Naturkundemobil, die Beibehaltung noch stärker auszustattender Hegeschauen sind ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Jäger. Der ausliegende und durch Wdg. Jentschel verlesene Brief an die Oberbürgermeister und Bürgermeister des Landkreises Bautzen, der in der Bürgermeisterkonferenz insbesondere zum Thema „Wolf“ die Interessen der Jäger, Landwirte und Kleintierhalter deutlich machte, wird auch künftig Gegenstand der Arbeit in den Hegeringen und Kommunen sein. Berechtigte Kritik an der Führung dieses Prozesses durch den LJVSN blieb nicht aus.
Der KJV – Vorsitzende verwies auf große Aufgaben, die zu erfüllen sind: Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Schießplatzes Commerau durch einen breiteren Einsatz der Jägerschaft, Mitgliedergewinnung für den Verband, Heranführung der Jungjäger an ein echte weidmännische Arbeit, Pflege des Brauchtums und eine wirksamere Öffentlichkeitsarbeit.
Die Erweiterung des Bestandes leistungsgeprüfter Jagdgebrauchshunde, die Fortführung des Lernortes Natur, eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regionalbauernverband Bautzen/Kamenz gehören dazu. Im Grußwort des Regionalbauernverbandes wurde die Partnerschaft mit den Jägern unterstrichen. Weidmannsdank für diese Worte durch den Vorsitzenden Herrn Schulze. Gemeinsam für Natur und Heimat – auch künftig mit der Jägerschaft so sein Fazit.
Landrat Michel Harig (CDU) sprach Klartext, auch zum Thema „Wolf“. Die Jagd wird weiterhin ein wichtiges Thema im ländlichen Raum bleiben und seine Unterstützung erhalten. Es sei politisch fraglich, wie mit dem Thema „Wolf“ in Sachsen umgegangen wird. Die Jäger müssen, auf Fakten basierend eine breite und gute Überzeugungsarbeit leisten. Seine vorgetragenen Jägerweisheit

„ Wen nicht die Sehnsucht treibt,
wer`s nicht im Blute spürt,
der soll die Hand vom edlen Weidwerk lassen.
Denn was den Weidmann an der Seele rührt,
lässt sich nur fühlen, aber nicht in Worte fassen.“

möge uns in unserer Arbeit beflügeln.

Weidgenosse Rolf Kotzur informierte in seinem Fachvortrag „Aktuelle Strategie und Taktik des Wolfsschutzes in Sachsen unter kritischer Sicht“ zu vielen aufgetretenen Fragen und Problemen.
Der Dank des Jägertages ging an ein Vielzahl von Weidgenossen und Jagdhundeführern, die das Weidwerk in den letzten 25 Jahren im Landkreis Bautzen prägten: Peter Kallenbach, Vorsitzender bis 2002, Lothar Jentschel und Peggy Dornig, die besonders geehrt wurden, die Bläsergruppen Gaußig für 40 Jahre und die Wilthener für 30 Jahre Brauchtumspflege. Für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verband konnten Peter Kallenbach, Dr. Peter Bresan und Werner Donath, aber auch eine Vielzahl von Jägern für eine 25jährige und 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Weidgenosse Erhard Sommer erhielt das Ehrenabzeichen in Gold.
Der Kreisjägertag machte deutlich: Nur mit einem geschlossen handelnden Jagdverband wird es gelingen, die Aufgaben der Zukunft zu gestalten und die Jagd als ein Teil der engen Verbindung von Wild, Wald und Natur sicher über die nächsten Jahre zu führen. Dazu gehört auch die Wende vom „Grau“ zu „Grün“ im Alter der Teilnehmer an der Verbandsarbeit und der Teilnahme an einem solch wichtigen Kreisjägertag.
Weidmanndank dem Team der Berggaststätte „Butterberg“ für das angenehme Umfeld.

Prof. Dr. Dieter Rost

Stadtverwaltung Wilthen ehrt Jagdhornbläser

Jagdhornbläser

15.01.2016: Bürgermeister Michael Herfort (CDU) lädt traditionell verdienstvolle Bürger der Stadt Wilthen /Oberlausitz zum Neujahrsempfang ein.

Für die Jagdhornbläsergruppe Wilthen, die 2015 ihr 30-jähriges Jubiläum beging und für die Jagd generell eine besondere Ehre: Alle aktiven Jagdhornbläser – Heiko Frank, Henri Dutschmann, Andreas Stettner, Johannes Kühnel und Ina Schicktanz – erhielten die Ehrenurkunde der Stadt Wilthen. Mit einem Ständchen auf ihren Jagdhörnern bedankten sie sich bei allen Gästen im vollbesetzten Saal des „Hauses Bergland“. Unter diesen auch eine Delegation der polnischen Partnerstadt Lwowek Slaski (Löwenberg/Schlesien).

Die Wilthener Jagdhornbläser werden das jagdliche Brauchtum weiter pflegen – die Auszeichnung ist ihnen und uns Ansporn.

Prof. Dr. Dieter Rost